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Luca Toni (l.) wechselte 2007 vom AC Florenz nach München © imago

Für seine öffentliche Kritik an Trainer van Gaal hat der FC Bayern seinem Weltmeister eine Geldstrafe von 25.000 Euro aufgebrummt.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Der FC Bayern hat seinem Weltmeister Luca Toni eine Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro aufgebrummt.

Das bestätigte Bayern-Manager Uli Hoeneß am Mittwoch im "Sky"-Interview.

Trainer Louis van Gaal hatte Toni nach dessen erneuter öffentlicher Kritik suspendiert.

Kritik via Fernsehen

"Es ist ganz normal, dass, wenn ein Spieler den Trainer öffentlich kritisiert, er erst einmal nicht dabei ist", ergänzte Sportdirektor Christian Nerlinger.

Toni hatte bei einem italienischen Fernsehsender über das zerrüttete Verhältnis mit dem Niederländer berichtet: "Seit vier Monaten habe ich Probleme mit ihm. Alles hat seine Grenzen", sagte Toni "RAI 3".

Zu der Frage, wie lange Toni nun nicht dem Münchner Kader angehören wird, äußerte sich Nerlinger nicht.

Beim 1:0 gegen Maccabi Haifa fehlte Toni offiziell wegen einer Leistenzerrung, hatte aber überraschend am Abschlusstraining teilgenommen.

"Er muss sein Verhalten ändern"

"Er muss sein Verhalten ändern", hatte van Gaal bereits am Dienstagmittag auf der Pressekonferenz des FC Bayern gesagt.

Erst kurz zuvor war Tonis neuerliche Mäkelei am Trainer bekannt geworden.

"Ich wünsche den Bayern alles Gute", erklärte Toni, um dann auszuführen: "Ich würde gerne nach Italien zurückkehren, um die Tore zu schießen, die mich in die Nationalelf zurückbringen."

Geht Toni zur Roma?

Auf die Frage, ob es ihm gefallen würde beim AS Rom mit Franceso Totti zu spielen, antwortete Toni mit einer knappen Andeutung: "Ich verstehe mich gut mit Francesco".

Allerdings ist unklar, ob die finanziell klamme Roma den Starspieler finanzieren könnte.

"Luca hat genug gesagt"

Eine Rückkehr nach "Bella Italia" erscheint damit in der Winterpause immer wahrscheinlicher.

Auch sein Berater Tullio Tinti stärkt Toni den Rücken. "Luca hat schon genug zu dem Thema gesagt", kommentierte Tinti gegenüber Sport1.de.

Zu möglichen Wechselgerüchten wollte Tinti indes keine Stellung beziehen.

Aus Spanien wurde nun gemeldet, Toni sei sich bereits mit dem FC Valencia einig. 110436(WECHSELBÖRSEN-DIASHOW: Toni nach Valencia?)

Machtkampf schwelt seit langem

Wie sehr es in ihm rumort, hat Toni in den vergangenen Wochen mehr als einmal gezeigt.

In der Halbzeit des Schalke-Spiels flüchtete der Bundesliga-Torschützenkönig von 2008 wortlos aus der Arena, kassierte eine Geldstrafe. Wenig später schrieb er auf seiner Homepage vom "Unverständnis mit dem aktuellen Trainer".

174775(DIASHOW: FC Hollywood, die Zweite!)

Louis van Gaal dürfte wohl Unruheherd Toni ziehen lassen.

"Das ist immer eine Frage für den Vorstand", kommentierte der Niederländer die Frage, ob eine Trennung von dem Weltmeister bevorstehe.

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