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Herthas Geschäftsführer Ingo Schiller ist seit 1998 im Amt © getty

Trotz des guten Abschneidens in der Vorsaison schreiben die Berliner rote Zahlen. Spielerverkäufe soll es jedoch keine geben.

Berlin - Hertha BSC Berlin hat in der vergangenen Saison trotz eines Rekordumsatzes von 85,9 Millionen Euro in der Bilanz ein Minus erzielt.

Den Einnahmen in der Spielzeit 2008/09 standen Aufwendungen in Höhe von 87,8 Millionen Euro gegenüber, so dass ein Verlust von 1,9 Millionen Euro erwirtschaftet wurde.

Herthas Verbindlichkeiten stiegen in gleichen Zeitraum erwartungsgemäß von rund 29 Millionen Euro leicht auf 33 Millionen Euro an.

Vor vier Jahren hatte der Schuldenstand allerdings noch 54,4 Millionen Euro betragen, seitdem arbeiten die Berliner am Abbau der Verbindlichkeiten.

"Unsere Verfassung ist stabil"

"Wir befinden uns in einer stabilen Verfassung. Ich bin überzeugt, dass der 2005 eingeschlagene Weg alternativlos und richtig ist", sagte Herthas für Finanzen zuständiger Geschäftsführer Ingo Schiller.

Vor der Saison hatte Hertha seinen Personaletat von 33,6 auf 28 Millionen Euro gesenkt und ein Transferüberschuss von fünf Millionen Euro erzielt.

In der Bilanz der laufenden Saison wird sich der derzeitig letzte Tabellenplatz des Bundesligisten finanziell aber wohl negativ bemerkbar machen.

Finanzeinnahmen sinken

Aufgrund von sinkender TV-Einnahmen durch die schlechte Platzierung und geplanter Neueinkäufe in der Winterpause wird der Hauptstadtklub seine anvisierte ausgeglichene Bilanz am Ende des Geschäftsjahres voraussichtlich nicht halten können.

"Davon müssen wir uns vom derzeitigen Kenntnisstand wohl verabschieden", meinte Schiller drei Tage vor der Mitgliederversammlung.

Herthas Finanzchef erklärte aber, er sei derzeit in guten Gesprächen mit möglichen Partnern.

Keine Spielerverkäufe

"Die Aufgabe ist es jetzt, finanzielle Spielräume zu schaffen, um in der Winterpause in neue Spieler zu investieren."

Man sei bereit, für einen begrenzten Zeitraum die Verbindlichkeiten noch einmal zu erhöhen, um den Klassenerhalt in der ersten Bundesliga zu schaffen.

Spielerverkäufe in der Winterpause schloss Schiller aus. Ein Weiterkommen in der Europa League würde ungefähr eine weitere Million Euro in die Kassen spülen.

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