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Benaglio, Madlung und Costa (v.l.n.r.) verloren in der Champions League in Moskau mit 1:2 © imago

Nach zwei Niederlagen peilt Wolfsburg in Bremen Punkte an. Während der VfL in der Königsklasse ran musste, ist Werder ausgeruht.

Von Christian Stüwe

München - Die letzten sieben Tage waren für den Deutschen Meister alles andere als angenehm.

Zunächst verlor der VfL Wolfsburg in der Bundesliga zu Hause gegen Nürnberg, dann wurde mit einer unnötigen Niederlage bei ZSKA Moskau die gute Ausgangslage in der Champions League verspielt.

Jetzt wollen die "Wölfe" wieder zurück in die Spur. Gelingen soll dies aber ausgerechnet bei der Mannschaft der Stunde, Werder Bremen (ab 15 Uhr LIVE).

"Die Bremer sind klarer Favorit, zumal wir gerade im Europapokal aktiv waren und allein auch weil sie den Heimvorteil haben", sagt VfL-Trainer Armin Veh vor der Partie und glaubt offenbar an Ermüdungserscheinungen seiner Mannschaft nach der langen Reise nach Russland.

"Die Außenseiterrolle ist für uns aber auch mal ganz angenehm", schaut Veh dem Gastspiel bei den seit 20 Spielen ungeschlagenen Bremern dennoch erwartungsvoll entgegen.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Veh lobt Bremer Offensive

In der letzten Saison sorgte die Wolfsburger Offensive für Furore und schoss den VfL letztlich zur Meisterschaft.

Während die "Wölfe" aktuell etwas enttäuschend nur auf Rang acht liegen, begeistert momentan der Bremer Angriffsfußball die Liga.

"?von Özil muss ich gar nicht sprechen"

"Bremen spielt bislang eine hervorragende Saison und ist speziell ist der Offensive sehr stark besetzt", lobt Veh die Angreifer der Gegner: "Aaron Hunt und Marko Marin sind sicher zu nennen; von Mesut Özil muss ich gar nicht erst sprechen."

Dennoch spekuliert der Trainer der Niedersachsen darauf, den Bremern beim Gipfelsturm ein Bein zu stellen: "Auch wenn Werder aber lange nicht verloren hat, ist natürlich keine Mannschaft unschlagbar."

Verzichten muss Veh allerdings auf Stürmer Obafemi Martins, "der aller Voraussicht nach nächste Woche operiert wird."

Sollte den "Wölfen" der Coup in Bremen gelingen, könnte Schalke der Nutznießer sein. Mit einem Sieg in Gladbach (ab 18.15 Uhr LIVE) könnten die Gelsenkirchener dann die Tabellenspitze übernehmen.

Sport1.de hat die Fakten zu den Samstagsspielen.

Hertha BSC Berlin - Eintracht Frankfurt

Hertha-Trainer Friedhelm Funkel muss gegen seinen Ex-Klub auf Patrick Ebert verzichten. Der Mittelfeldspieler leidet an einem grippalen Infekt. Stürmer Adrian Ramos bestand nach seiner Knie-und Sprunggelenkverletzung einen Härtetest.

Zudem kehrt Raffael nach einer Gelbsperre zurück. Bei der Eintracht, die vier ihrer letzten fünf Pflichtaufgaben verlor, hat sich die angespannte Personal-Situation in der Offensive etwas entspannt:

Stürmer Nikos Liberopoulos ist nach dem Tod seines Vaters wieder einsetzbar. Martin Fenin (Leisten-OP) und Ioannis Amanatidis (Knie-OP) fallen weiter aus.

1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund

Die Hoffenheimer Carlos Eduardo, Josip Simunic, Sejad Salihovic und Chinedu Obasi sind nach einem zeitweise reduzierten Programm wieder voll ins Training eingestiegen und stehen Trainer Ralf Rangnick gegen Dortmund zur Verfügung.

Seit nunmehr sechs Spielen ist der BVB ungeschlagen. Die Westfalen müssen weiterhin ohne die langzeitverletzten Dede (Innenmeniskus-Abriss), Tamas Hajnal (Bänderriss im Sprunggelenk), Sebastian Kehl (Leisten-OP) und Dimitar Rangelow (Mittelfußbruch) auskommen.

Zu allem Übel fehlt auch Angreifer Nelson valdez (Muskelverhärtung).

Werder Bremen - VfL Wolfsburg

Werder-Coach Thomas Schaaf muss weiter auf Torjäger Claudio Pizarro verzichten, der seit fünf Wochen an einem einem Haarriss im Mittelfuß laboriert.

Daneben fällt auch Mittelfeldspieler Tim Borowski wegen einer Innenbanddehnung aus. Torsten Frings kehrt dagegen nach ausgeheiltem Muskelfaserriss in die Startelf zurück.

Die "Wölfe", die schon fünf von zwölf Gastspielen in Bremen gewannen, müssen Kapitän Josue ersetzen, der nach der fünften Gelben Karte gesperrt ist.

FSV Mainz 05 - Hamburger SV

FSV-Trainer Thomas Tuchel kann gegen den HSV fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Ersatzkeeper Dimo Wache (Patellasehneneinriss) und Abwehrspieler Jan Kirchhoff (Achillessehnen-OP) stehen dem Überraschungsteam weiterhin nicht zur Verfügung.

Dagegen nimmt die Verletzungsmisere beim HSV immer dramatische Ausmaße an. Als bislang letzten Spieler erwischte es Mittelfeldstar Ze Roberto, der wegen seiner Bänderverletzung im rechten Sprunggelenk für den Rest der Hinrunde ausfällt.

Daneben fehlen Jonathan Pitroipa (Leistenprobleme) und die Langzeitverletzten Paolo Guerrero, Mladen Petric, Romeo Castelen, Collin Benjamin, Alex Silva und Bastian Reinhardt.

1. FC Nürnberg - SC Freiburg (alle Samstag, 15.30 Uhr)

Bei den Nürnbergern steht der 23 Jahre alte Alexander Stephan erstmals für den gesperrten Raphael Schäfer im Tor.

Bis auf Marcel Risse (Trainingsrückstand) stehen ansonsten alle Spieler zur Verfügung.

Die Freiburger plagen eine Woche nach dem 0:6-Heimdebakel gegen Werder Bremen große Abwehrprobleme. Kapitän Heiko Butscher (Schulterverletzung) fehlt in der Vierer-Abwehrkette ebenso wie Pavel Krmas (Oberschenkelblessur).

Zudem fällt auch Johannes Flum mit einer Beckenprellung aus. Die Breisgauer verloren mit der löchrigsten Abwehr der Liga fünf der letzten sechs Partien, in denen sie 18 Gegentore kassierten.

Borussia Mönchengladbach - Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr)

Mönchengladbach ist seit vier Spielen ungeschlagen, aber auch in den vergangenen vier Heimspielen ohne Dreier. Fehlen wird weiterhin Filip Daems (Sehnenscheidenentzündung).

Zudem fallen die Abwehrspieler Jan-Ingwer Callsen-Bracker (Sehnenentzündung unter dem Fuß) und Christian Dorda (Probleme an der Patellasehne) sowie Mittelfeldspieler Gal Alberman (Fersenprobleme) aus.

Die Schalker, die seit sieben Bundesliga-Spielen ungeschlagen sind, müssen neben ihren Langzeitverletzten Jermaine Jones und Christian Pander auch die Mittelfeldspieler Vasileios Pliatsikas (Knieprobleme) und Lewan Kenia (OP am Sprunggelenk) ersetzen.

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