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Torsten Frings (l.) lieferte sich packende Zweikämpfe mit Torjäger Dzeko © getty

Die Bremer erkämpfen sich gegen Wolfsburg ein Unentschieden. Die "Wölfe" versäumen es, die Führung über die Zeit zu bringen.

Bremen - Werder Bremen hat seine Superserie dank Nationalspieler Per Mertesacker fortgesetzt.

Der Abwehrchef erzielte mit seinem Tor in der Nachspielzeit (90.+1) gegen den VfL Wolfsburg den 2:2 (0:1)-Endstand.

Werder ist damit seit 21 Pflichtspielen ungeschlagen und bleibt Tabellenführer Leverkusen, der am Sonntag 4:0 gegen Stuttgart gewann, auf den Fersen.

Stürmerstar Edin Dzeko (42., 85.) hatte die Gäste zweimal in Führung geschossen. Der Portugiese Hugo Almeida (62.) sorgte für das zwischenzeitliche 1:1.

Schaaf: "Wir waren zu nachlässig"

Werders Trainer Thomas Schaaf kommentierte nach der Partie:

"Wir waren diesmal zu nachlässig in der Abwehr und haben es dadurch dem Gegner zu leicht gemacht. Es waren genug Chancen da, dieses Spiel besser für uns zu gestalten."

Schaaf bemängelt, dass "die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive" gefehlt habe.

Veh lobt sein Team

Armin Veh hingegen bescheinigte seiner Mannschaft "ein richtig gutes Auswärtsspiel".

"Besonders in der zweiten Halbzeit hat sie mehrere starke Szenen gehabt. Gegenüber dem Champions-League-Spiel in Moskau habe ich das Team ein bisschen umgebaut, weil ich frische Leute dringend wollte", sagte der Wolfsburger Coach.

So fand sich Nationalspieler Marcel Schäfer auf der Reservebank wieder, nach wochenlanger Pause ersetzte Italiens Weltmeister Andrea Barzagli in der Defensive seinen Teamkollegen Alexander Madlung.

Werder fehlt Durchschlagskraft

Auf der anderen Seite fehlte es dem bislang erfolgreichsten Sturm der Liga ohne den am Fuß verletzten Torjäger Claudio Pizarro über weite Strecken an der nötigen Durchschlagskraft.

Bevor Hugo Almeida erfolgreich war, hatten sich die Bremer speziell in der zweiten Halbzeit überwiegend auf Distanzschüsse verlegt, um die Wolfsburger Deckung zu knacken.

Gute Werder-Chance zu Beginn

Dabei erwischten die Platzherren vor 34.523 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion den besseren Start und hätten schon nach fünf Minuten in Führung gehen können.

Hugo Almeida kam nach einer Flanke von Werder-Kapitän Torsten Frings nahezu freistehend zum Kopfball und zwang VfL-Torhüter Diego Benaglio zu einer Glanzparade.

Grafite hat Möglichkeit aus dem Nichts

Die Niedersachsen zogen sich danach immer mehr in die eigene Hälfte zurück, wären aber wie aus dem Nichts in der 26. Minute beinahe zu ihrem ersten Torerfolg gekommen.

Mit einem Hackentrick hebelte Karim Ziani die Deckung des deutschen Pokalsiegers aus, doch der Brasilianer Grafite scheiterte aus kurzer Distanz am Bremer Torwart Tim Wiese.

Benaglio mit guten Paraden

Keeper Benaglio und Torschütze Dzeko waren die stärksten Akteure bei den Wolfsburgern, die auf ihren wegen der fünften Gelben Karte gesperrte Kapitän Josue verzichten mussten.

Beim SV Werder verdienten sich Nationalspieler Mesut Özil und Hugo Almeida die Bestnoten.

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