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Michael Oenning stieg mit dem FCN über die Relegationsspiele gegen Cottbus auf © getty

Nürnberg ist durch die Niederlage zurück auf dem Boden der Tatsachen. Freiburg freut sich über den Sieg beim direkten Konkurrenten.

Nürnberg - Rückschlag für Nürnberg, Befreiungsschlag für Freiburg:

"Das ist schon sehr enttäuschend, dass wir so ein wichtiges Spiel verloren haben", sagte ein geknickter FCN-Coach Michael Oenning nach der 0:1 (0:1)-Heimniederlage im Aufsteiger-Duell gegen den Sportclub, der sich von den unteren Regionen etwas absetzen konnte.

"Wir sind wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Denn während sich der SC für die 0:6-Klatsche gegen Bremen rehabilitierte, musste der Club nach dem jüngsten 3:2-Erfolg beim VfL Wolfsburg einen bitteren Dämpfer im Kampf um das Saisonziel Klassenerhalt hinnehmen.

Freiburg freut sich über "Big Point"

Freiburgs Trainer Robin Dutt war nach dem vierten Auswärtssieg der Saison entsprechend bester Laune.

"Die Vorzeichen waren nicht so einfach. Deshalb freut mich der Sieg umso mehr", sagte Dutt.

"Ich bin froh, dass wir erneut drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten geholt haben", ergänzte der Coach.

"Gegen Gegner auf Augenhöhe zeigen wir eine gewisse Konstanz. Wir haben gegen Gladbach, Bochum, Hertha und jetzt Nürnberg gewonnen. Das ist sehr wichtig."

Dabei hatte noch vor dem Spiel recht wenig für die Breisgauer gesprochen, die fünf der letzten sechs Spiele verloren und dabei 18 Gegentore kassiert hatten.

"Ein bisschen Theater" bringt die Wende

Nach der Pleite gegen Bremen hatte es "ein bisschen Theater" gegeben, wie Ivica Banovic anmerkte.

Dutt musste wegen der Ausfälle von Heiko Butscher und Pavel Krmas die Abwehr umbauen - zudem traf der SC auf einen Club, der nach dem überraschenden Dreier in Wolfsburg vor Selbstvertrauen strotzte.

Doch davon war vor 40.824 Zuschauern nichts zu sehen. "Es ist mir unerklärlich, dass wir so schlecht ins Spiel gekommen sind. Wir haben alles vermissen lassen, was uns letzte Woche noch ausgezeichnet hat. Dies gipfelte im frühen Gegentor", bemängelte Oenning.

Nürnberg war bereits in der 12. Minute durch den Treffer von Stefan Reisinger in Rückstand geraten.

Viel Aufwand, kein Ertrag

Die anschließenden Versuche der Franken, das Spiel noch zu drehen, waren meist zu harmlos, um die geschickt verteidigenden Gäste entscheidend in Bedrängnis zu bringen.

Lediglich bei einem Lattentreffer von Eric-Maxim Choupo-Moting hatte der Club Pech (89.).

"Die Mannschaft hat einen hohen Aufwand betrieben. Die Räume waren aber sehr eng, das war schwierig für uns", analysierte Oenning.

Im heimischen Stadion würde seine Mannschaft "zwei Gesichter" zeigen: "Wir müssen lernen, dass Hurra-Fußball nicht so einfach funktioniert."

Wolf glaubt an Reaktion in Dortmund

Abwehrchef und Kapitän Andreas Wolf erklärte die Nürnberger Probleme so:

"Wir tun uns einfach schwer, das Spiel zu machen. Gegen gute Mannschaft ist es für uns leichter, weil wir mehr Räume bekommen."

Deshalb rechnen sich die Franken am kommenden Wochenende in Dortmund auch wieder eher etwas aus.

"Da müssen wir eine Reaktion zeigen", meinte Wolf. Auch Oenning beschwor die Chance, dies in Dortmund `wiedergutzumachen".

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