Der besinnlichen Stimmung auf der Jahreshauptversammlung folgt die Bescherung: Bayerns Konkurrenz patzt - mit einer Ausnahme.

Was für ein Wochenende für Uli Hoeneß.

Mit viel Kritik angesichts der sportlichen Stagnation des Rekordmeisters hatte der scheidende Bayern-Manager vor der Jahreshauptversammlung am Freitag gerechnet.

Dann gab es einen mühsamen Sieg in der Champions League gegen Haifa und dank der Schützenhilfe von Bordeaux ein Endspiel bei Juventus Turin.

Und plötzlich herrschte eine fast schon besinnliche Stimmung bei den Mitgliedern des FC Bayern, die Hoeneß feierten und mit einem CSU-Wahlergebnis von 99 Prozent zum Präsidenten wählten.

Doch damit nicht genug der vorweihnachtlichen Bescherung: Am Samstag konnte sich Hoeneß gemütlich im Fernsehsessel anschauen, wie die Konkurrenz gleich reihenweise patzte.

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Die klar favorisierten Teams von Hoffenheim und Schalke verloren gegen Dortmund und Gladbach, die bemitleidenswerten Hamburger mussten beim 1:1 in Mainz die nächsten Rückschläge hinnehmen.

Schlimmer als das späte Gegentor war dabei die offenbar schwere Verletzung von Eljero Elia, womit sich das Lazarett nun auf unglaubliche elf Spieler vergrößerte.

Immerhin einen glücklichen Punkt dank Mertesackers Last-Minute-Treffers holte Bremen noch zu Hause gegen Wolfsburg

Somit bleibt Werders Erfolgsserie zwar bestehen, aber der Unmut von Trainer Thomas Schaaf ist verständlich - schließlich hätte das Team mit einem Sieg die Spitzenposition festigen können.

Lediglich Tabellenführer Bayer Leverkusen hielt sich am Sonntag im eigenen Stadion gegen Stuttgart schadlos.

Für Hoeneß war es ansonsten perfekte Wochenende gewesen, da sein FC Bayern bei Hannover 96 endlich wieder einen Ligasieg einfuhr.

Nun sind die Münchner wieder nah dran an der seit inzwischen 560 Tagen so sehnsüchtig vermissten Tabellenführung.

Im Gegensatz zu früheren Jahren ist es aber seit Ottmar Hitzfelds Abgang keinesfalls mehr ausgemacht, dass der FC Bayern alle Schwächen der Rivalen eiskalt ausnutzt.

Diese kollektive Unfähigkeit der Bundesliga zur Dominanz hat den großen Vorteil, dass es wohl wieder einen bis zum Schluss spannenden Kampf um die Meisterschaft geben wird.

Nach den letzten Monaten dürfte selbst die Aussicht, wieder mitten dabei zu sein statt einsam von der Spitze zu grüßen, Uli Hoeneß freuen.

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