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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Armin Veh wurde vor dieser Saison Trainer beim VfL Wolfsburg © getty

Wolfsburgs Trainer Veh äußert sich im DSF-Doppelpass zu strittigen Schiedsrichterentscheidungen und einem Transfer seines Torjägers.

München - Armin Veh hat eine turbulente Woche hinter sich.

Zunächst kassierte der Trainer des VfL Wolfsburg eine bittere Heimniederlage gegen Nürnberg, dann verspielten die "Wölfe" ihre gute Ausgangslage in der Champions League bei ZSKA Moskau.

Am Samstag zeigte der Deutsche Meister eine gute Leistung beim Auswärtsspiel in Bremen, kassierte aber in der Schlussminute den Ausgleich.

Sowohl gegen Nürnberg wie auch gegen Werder führten umstrittene Schiedsrichterentscheidungen zu den Punktverlusten.

Veh äußerte sich am Sonntag im DSF-Doppelpass zu den Schiedsrichterleistungen, den Äußerungen von Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Bezug auf einige Bundesliga-Klubs und einen möglichen Wechsel seines Torjäger Edin Dzeko.

Armin Veh im DSF zu...

Wolfsburgs 2:2 gegen Werder Bremen:

"Mit der Leistung war ich zufrieden. Ich denke, wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Man muss ja bedenken, dass wir am Mittwoch ein schweres Spiel in Moskau hatten. Von daher hat sich die Mannschaft gut verkauft. Leider haben wir dann in der letzten Minute das Gegentor bekommen und sind nicht dafür belohnt worden."

die umstrittene Özil-Aktion kurz vor dem 2:2:

"Vor einer Woche hatten wir das Spiel gegen Nürnberg. Schiedsrichter Markus Schmidt hat zwei klare Rote Karten nicht gesehen. Wenn das letzte Woche nicht passiert wäre und die Schiedsrichter-Entscheidung gestern in der 30. Minute passiert wäre, dann würde man auch nicht so emotional reagieren.

Aber da bekommst du in der 92. Minute den Freistoss nicht für uns und der Eckball geht ins Tor. Da musst du dich aufregen, sonst kannst du dich gleich in die Kiste legen. Das war ein eindeutiges Handspiel von Özil, das weiß er selbst auch."

die Erwartungen an den VfL Wolfsburg:

"Alle haben nach der letzten Runde entsprechende Erwartungen, auch die Zuschauer. Ich weiß nicht, ob das normal ist - 43 Punkte in der Rückrunde. Es wird nur noch daran gedacht, das muss jetzt offenbar der Maßstab sein. Ist es eher normal, das man 25 bis 30 Punkte macht, oder 43 und aufwärts?

Wenn wir unter den ersten Fünf sind, haben wir für uns in der Mannschaft etwas geschafft nach der Meisterschaft. Das interessiert aber niemanden."

einem Wechsel von Edin Dzeko nach der Saison:

"Er hat eine Ausstiegsklausel, das entscheidet im Endeffekt er. Am Ende der Saison kann er für eine gewisse Summe gehen."

der Frage, ob die Ablöse für Dzeko wesentlich höher läge die Einkaufssumme von 4 Millionen Euro:

"Davon kann man ausgehen."

der Folgefrage, ob es um das Zehnfache geht:

"Gar nicht so schlecht."

der Theatralik in der Bundesliga:

"Mir wird viel zu viel liegen geblieben, und das ist in Deutschland schwierig. In England ist das anders. Wenn das kein grobes Foul war und da bleibt einer liegen, pfeifen die den gnadenlos aus. Wie gestern auch Weidenfeller - der fällt um, als wäre er mit einem großen Gegenstand geschlagen worden. Den würden sie in England auspfeifen.

Da muss nun gerade ich nach dieser Woche die Schiedsrichter auch noch in Schutz nehmen. Mondragon vom 1. FC Köln zum Beispiel, der regt mich auch schon seit Jahren auf. Wenn Köln führt, dann wird der immer fünf Minuten lang behandelt.

In der Champions League wird anders gespielt und gepfiffen. Das sollten wir in Deutschland auch hinbekommen."

der Attacke von BVB-Geschäftsführer Watzke gegen Hoffenheim:

"Ich finde das populistisch, wie er sich da verkauft. Da hat er nur an sich gedacht und ist wenig selbstlos. Da muss er sich an der eigenen Nase fassen. Ich finde das nicht korrekt, wie er sich da verhält."

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