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Jerome Boateng (r.) wechselte im August 2007 von Hertha BSC nach Hamburg © imago

HSV-Coach Labbadia schickt den Verteidiger während des Trainings nach Hause. Hoffenheims "Haarzieher" muss keine Strafe fürchten.

München - Wirbel beim Hamburger SV: Coach Bruno Labbadia hat seinen Verteidiger Jerome Boateng beim Training vorzeitig nach Hause geschickt.

Labbadia beklagte die mangelnde Einstellung des Verteidigers. Laut "welt.de" brüllte er während der Übungseinheit: "So funktioniert das nicht. Jetzt ist mal Feuer angesagt. Es geht darum, um jeden Millimeter zu kämpfen."

Boateng fühlte sich davon anscheinend nicht angesprochen, weshalb in der HSV-Trainer unter die Dusche schickte. Er habe bei Boateng die richtige Einstellung vermisst, so Labbadia weiter, "deshalb habe ich ihm Zeit gegeben, darüber nachzudenken."

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus der Bundesliga zusammengefasst:

Borowski gegen Funchal dabei

Tim Borowski von Werder Bremen kann in der Europa Legaue gegen National Funchal (Do., ab 18.45 Uhr LIVE) sein Comeback geben.

Der 29-Jährige hat seine Innenbanddehnung im Knie auskuriert und kehrt wieder ins Mannschaftstraining zurück.

Borowski war zuletzt am 8. November beim 1:1 gegen Borussia Dortmund in der Bremer Elf. Werder hat bereits vor der Partie gegen Funchal die nächste Runde des Wettbewerbs erreicht.

Keine Ermittlungen mehr gegen Ibisevic

Der Kontrollausschuss des DFB hat das Ermittlungsverfahren gegen Torjäger Vedad Ibisevic von 1899 Hoffenheim eingestellt.

"Nach der Aussage von Dortmunds Spieler Patrick Owomoyela waren die Voraussetzungen für die Annahme eines krass sportwidrigen Verhaltens nicht gegeben", erklärte der Kontrollausschuss-Vorsitzende Anton Nachreiner.

Nach Auswertung der Fernsehbilder des Punktspiels zwischen Hoffenheim und Borussia Dortmund (1:2) war Ibisevic verdächtigt worden, Owomoyela in der 81. Minute bewusst mit der rechten Hand in die Haare gegriffen und kurz daran gezogen zu haben.

Schiedsrichter Michael Kempter (Sauldorf) hatte den Vorgang nicht gesehen, weshalb der Kontrollausschuss zunächst Ermittlungen aufgenommen hatte.

Verfahren gegen Schalke eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Essen hat das Verfahren gegen Präsident Josef Schnusenberg und Finanzvorstand Peter Peters von Schalke 04 wegen Verdachts der Insolvenzverschleppung eingestellt.

Dies teilte Oberstaatsanwalt Willi Kassenböhmer am Dienstag mit.

Die Staatsanwaltschaft habe die Aufnahme von Ermittlungen abgelehnt, da kein Anfangsverdacht vorliege.

Zusätzlich seien zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für eine Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung des Vereins nicht ersichtlich. Am 19. Oktober hatte eine Privatperson Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Bundesligisten gestellt.

136,5 Millionen Euro Schulden

Der Verein ist derzeit mit mindestens 136,5 Millionen Euro verschuldet.

Zudem sollen die Königsblauen in einem Geflecht von Tochterunternehmen mehr als 100 Millionen Euro zusätzliche Verbindlichkeiten verstecken. Außerdem soll der laufende Etat eine Unterdeckung von 20 bis 30 Millionen Euro aufweisen.

Daher muss der Klub das Nachlizenzierungsverfahren der DFL durchlaufen.

Schweinsteiger erringt Sieg vor Gericht

Bastian Schweinsteiger hat vor Gericht einen Sieg errungen.

Das Landgericht München I wies die Klage eines Rechtsanwalts ab, der den 25 Jahre alten Spieler des deutschen Rekordmeisters Bayern München auf Schadenersatz in Höhe von 833.000 Euro plus Zinsen für entgangene Provisionen belangen wollte.

Zur Begründung teilte das Gericht mit, zwischen dem Rechtsanwalt und Geschäftsführer einer Spielerberatungsfirma sowie Schweinsteiger habe kein Beratervertrag bestanden.

Der Kläger hatte behauptet, im November 2005 per Handschlag ein Fünfjahresvertrag geschlossen zu haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Hopp kritisiert deutschen Fußball

Dietmar Hopp hält den den deutschen Fußball tendenziell für innovationsfeindlich, wehrt sich gegen Kritiker seines Engagements bei 1899 Hoffenheim und rügt die Misswirtschaft einiger Profi-Vereine.

In einem Interview mit dem Magazin "Sponsors" hat der Gründer der Software-Herstellers SAP und Mäzen von Hoffenheim heftige Kritik an der Bundesliga geübt.

"Es gibt Leute, die der Meinung sind, nur Traditionsvereine dürften Geld investieren. Das ist eine Denkweise, die überhaupt nicht in die heutige Zeit passt. Wenn in der Wirtschaft so agiert würde, könnten wir auch gleich wieder in die Steinzeit zurückgehen", sagte Hopp, ganz offensichtlich auch mit Blick auf Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Nach Krawallen: Köln will Konsequenzen ziehen

Der 1. FC Köln will aus den Krawallen gewaltbereiter Fans beim Punktspiel am vergangenen Freitag beim VfL Bochum (0:0) Konsequenzen ziehen.

Der FC erwägt, bei vergleichbaren Fällen in der Zukunft den Ticketverkauf für eines der folgenden Auswärtsspiele auszusetzen.

Darüber hinaus haben die Rheinländer 2000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung der Personen führen, die am vergangenen Freitag Gewalt angewendet haben.

FC-Fans hatten in Bochum randaliert und neun Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Am Stadion hatten 600 Fans zudem versucht, in den Gästebereich zu stürmen.

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