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Hitziges Duell: Hamburgs David Jarolim (r.) behakt sich mit Hoffenheims Chinedu Obasi © imago

Mit der Nullnummer bleibt den Hanseaten auch im siebten Anlauf ein Sieg versagt. Hoffenheim zeigt ebensowenig Erbauliches.

Hamburg - Drei Tage nach dem Erreichen der K.o.-Runde der Europa League hat der Hamburger SV in der Bundesliga einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen.

Im Verfolgerduell mit 1899 Hoffenheim kamen die Hanseaten vor 52.725 Zuschauern über ein 0:0 nicht hinaus und blieben damit zum siebten Mal nacheinander sieglos.

Hoffenheim machte mit seinem ersten Auswärts-Unentschieden allerdings auch keinen Boden auf die Spitzenklubs gut.

Trainer Ralf Rangnick sah das aber keineswegs kritisch: "Ab der 30. Minute haben wir ein richtig gutes Auswärtsspiel gezeigt. Laufbereitschaft und Aggressivität waren so, wie ich es mir vorgestellt habe. Wir hatten drei, vier richtig gute Möglichkeiten und hätten das Spiel für uns entscheiden müssen."

"Sicherheit zuerst"

Zunächst lautete das Motto beider Trainer aber "Sicherheit zuerst":

Die Tabellennachbarn gingen im ersten Durchgang sehr konzentriert zu Werke und ließen dem Gegner kaum Raum zur Entfaltung.

Die Gastgeber taten zwar mehr für die Offensive, waren aber auch darauf bedacht, den Kraichgauern keine Konterchancen zu ermöglichen.

Hackentricks, aber nichts Zählbares

Erst drei Minuten vor der Pause blitzte erstmals die spielerische Brillanz der Hoffenheimer auf, als Demba Ba und Chinedu Obasi mit zwei Hackentricks im HSV-Strafraum Tobias Weis freispielten, dessen Querpass in der Mitte vor dem Tor Carlos Eduardo knapp verpasste.

HSV-Trainer Bruno Labbadia bot zu Beginn dieselbe Elf auf, die am Mittwoch mit 2:0 gegen Rapid Wien gewonnen und damit das "Überwintern" im Europacup sichergestellt hatte.

Auf der Bank hatte er diesmal in den wiedergenesenen Angreifern Eljero Elia und Tunay Torun allerdings hochkarätige Alternativen.

Auch Mladen Petric gehörte erstmals nach seiner Verletzung vor zwei Monaten in der Bundesliga wieder zum Kader.

HSV gibt gleich Ton an

Bei den Gästen musste Trainer Ralf Rangnick auf die Verteidiger Andreas Beck (Muskelfaseriss), Andreas Ibertsberger (Trauerfall) sowie den gesperrten Maicosuel verzichten.

In der ersten Hälfte hatten die Gastgeber mit Ausnahme der letzten fünf Minuten klare Feldvorteile.

"Wir sind top ins Spiel reingekommen, haben sehr konzentriert gespielt, haben gut die Bälle laufen lassen und waren sehr nah dran. Wir haben den Hoffenheimern keine Möglichkeiten gegeben. Was wir verpasst haben, war, aus unseren Möglichkeiten ein Tor zu machen", resümierte Labbadia.

Rost praktisch arbeitslos

Die gefürchtete Hoffenheimer Offensive kam zunächst überhaupt nicht ins Spiel und Torhüter Frank Rost war in seinem 100 Bundesligaspiel für den HSV praktisch beschäftigungslos.

Sein Gegenüber Timo Hildebrand musste dagegen bei drei guten Chancen von David Jarolim (12.) und Piotr Trochowski (24., 24.) sein ganzes Können aufbieten.

Nach dem Wechsel wurden die Gäste offensiver. Die Partie gewann dadurch an Tempo und wurde intensiver. Ba (57.) verpasste nach einem Freistoß von Sejad Salihovic die mögliche Führung knapp.

Petric und Elia zugleich rein

Auf der Gegenseite scheiterte Dennis Aogo (58.) an Hildebrand. Die anschließende Ecke köpfte Joris Mathijsen neben das Tor.

In der 61. Minute wechselte Labbadia Petric und Elia ein und gab damit das Signal für eine Schlussoffensive, die schließlich zu einem offenen Schlagabtausch führte, bei dem Rost unter anderem gegen Salihovic (65.) klären musste.

Der Venezolaner Tomas Rincon als Bewacher von Carlos Eduardo und Jerome Boateng gefielen bei den Hamburgern am besten.

Auf Hoffenheimer Seite ragten Innenverteidiger Josip Simunic und Luis Gustavo heraus.

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