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Guy Demel (l.) und Joris Mathijsen sind mit dem HSV seit sieben Liga-Spielen sieglos © getty

Die Nullnummer vergrätzt die Fans, keineswegs aber den HSV und 1899. Dabei tritt vor allem Labbadias Elf auf der Stelle.

Hamburg - Ein Fest für Taktikfreunde, aber Frust für die Fans: Was als Spitzenspiel angekündigt war, erwies sich als leeres Versprechen.

Das torlose 0:0 hilft weder dem Hamburger SV noch 1899 Hoffenheim weiter.

Die Spitze der Liga verlieren beide damit immer weiter aus den Augen, und im Kampf um die internationalen Plätze rücken Klubs aus dem Mittelfeld wie Borussia Dortmund beiden bedrohlich nahe.

So schlichen dann die 22 Akteure kollektiv mit hängenden Köpfen vom Platz. Wobei sich die Gäste aus dem Kraichgau immerhin über eine Leistungsteigerung gegenüber der Heimniederlage vor einer Woche gegen Dortmund freuen konnten.

Rangnick hat wenig zu beanstanden

"Laufbereitschaft und Aggressivität waren so, wie ich es mir vorgestellt habe", sagte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick, "ich habe aber das Gefühl, dass wir hätten gewinnen können."

Sein Hamburger Kollege Bruno Labbadia wartet nun bereits seit sieben Spielen auf einen Dreier. Zum vierten Mal in Folge wurde zu Hause nicht gewonnen, die einstige Festung Volkspark ist zum Selbstbedienungsladen für Gegner geworden.

"Man hat in der zweiten Halbzeit gemerkt, dass uns nach dem Spiel am Mittwoch etwas die Kraft fehlte", meinte der HSV-Coach: "So war in der zweiten Halbzeit nicht mehr drin."

Europacup-Schwung verpufft

Den Schwung aus dem 2:0-Sieg gegen Rapid Wien, mit dem die Hanseaten das Überwintern im Europacup sichergestellt hatten, konnten sie jedoch nur in der ersten Halbzeit konservieren und sich Chancen erspielen.

Im zweiten Durchgang wendete sich dann das Blatt, und die Gäste waren dem Sieg näher.

"Beide Teams haben gefightet, keinen Meter hergeschenkt. Es ein sehr intensives Spiel", sagte HSV-Kapitän David Jarolim, "jetzt geht der Blick nach vorne, in Nürnberg wollen wir unbedingt die drei Punkte mitnehmen."

Hildebrand lobt "richtige Einstellung"

Bei den Hoffenheimern hatten offenbar die kritischen Worte von Rangnick nach der Pleite gegen den BVB Früchte getragen.

"Die richtige Einstellung war heute da", sagte Torwart Timo Hildebrand.

Und weiter: "Man hat gesehen, dass auch Carlos Eduardo im Vollsprint mit nach hinten geeilt ist, um zu verteidigen. Das müssen wir aber jede Woche erwarten. Wenn wir so spielen, ist es schwer, gegen uns zu gewinnen."

Restprogramm kommt 1899 gelegen

Auch der überragende Innenverteidiger Josip Simunic sagte: "Wir haben eine gute Reaktion auf die Trainerkritik gezeigt. Wir hatten eine sehr gute Einstellung, das war eine sehr gute Leistung."

Angesichts des Restprogramms gegen Frankfurt und Stuttgart scheint das Ziel sechs Punkte nicht vermessen.

Der HSV hat es da mit dem Auswärtsspiel in Nürnberg und der Partie gegen Werder Bremen sicher schwerer.

HSV froh, nun durchzuschnaufen

Die Hamburger sind deshalb froh, dass in den nächsten Tagen kein Europacupspiel ansteht.

Zeit, in der die Rekonvaleszenten Mladen Petric und Eljero Elia fitter werden können. Beide konnten dem Team nach ihrer Einwechslung noch nicht helfen.

"Jetzt können wir uns mal wieder eine komplette Woche auf den kommenden Spieltag vorbereiten", sagte Labbadia: "Dann kommt der Jahresendspurt."

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