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Armin Veh folgte im Sommer in Wolfsburg auf Felix Magath © imago

Wolfsburg macht für den verpassten Sieg gegen Freiburg den Referee als Schuldigen aus. Freiburg ist das Remis fast peinlich.

Wolfsburg - Wieder kein Sieg gegen einen Aufsteiger, eine Unzahl vergebener Torchancen und zwei höchst umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen.

Nach dem 2:2 (1:1) des VfL Wolfsburg gegen den SC Freiburg war Armin Veh restlos bedient. "Es passiert uns zum x-ten Mal in dieser Saison, dass völlig unverständliche Dinge gepfiffen werden. Das ist teilweise unerträglich", schimpfte der Wolfsburger Coach über die Spielleitung des Unparteiischen Guido Winkmann.

Neben den eigenen Unzulänglichkeiten verdarben ein Abseitstor und ein Elfmeter-Geschenk für Freiburg dem deutschen Meister die Generalprobe für das wichtige Champions-League-Spiel am Dienstag gegen Manchester United.

"Meiner Ansicht nach geht dem 0:1 eine Abseitsstellung voraus, und beim Elfmeter zum 1:2 liegt gar keine Berührung vor. Aber das ist ja nicht das erste Mal, dass bei uns Dinge gepfiffen werden, die ich nicht verstehe", klagte Veh.

Auch Riether verärgert

Abwehrspieler Sascha Riether wurde noch deutlicher: "Was bei uns zurzeit in Sachen Schiedsrichterleistungen abgeht, ist schon frech", so der 26-Jährige.

"Freiburg hat nicht ein einziges Mal aufs Tor geschossen und macht durch zwei Geschenke zwei Treffer."

Da wollte selbst Freiburgs Trainer Robin Dutt die Glückwünsche des Gegners nicht annehmen: "Ich wollte ihm gratulieren, aber das hat er abgelehnt und gesagt, er hätte selten so einen glücklichen Punktgewinn gesehen", berichtete Riether. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Optimistisch für ManUnited

Bei allem Ärger übten sich die Niedersachsen aber auch in Selbstkritik.

"Wir hätten schon zur Halbzeit 5:0 führen können, aber wir machen derzeit zu wenig aus unseren Chancen. Das ist natürlich zu kritisieren", sagte Riether.

Auswirkungen auf das Spiel gegen ManUnited, in dem es für die "Wölfe" um das Erreichen des Achtelfinals der europäischen Königsklasse geht, befürchtet er jedoch nicht.

"Es ist ja nicht so, dass wir schlecht gespielt hätten. Bis zum gegnerischen Fünfmeterraum lief es glänzend", nennt der Rechtsverteidiger die positiven Aspekte.

Pouplin überragend

Bei besserer Verwertung hätten die Chancen des VfL leicht für ein Dutzend Tore reichen können.

Bei zwei Kopfbällen von Grafite (8. Minute) und Zvjezdan Msismovic (39.) hatten die Platzherren Pech, dass sie nur die Latte trafen.

Zudem scheiterten sie mehrfach am überragenden Freiburger Torwart Simon Pouplin. Dafür markierte Mohamadou Idrissou (19.) beim ersten Angriff der Gäste die Führung für die Breisgauer.

Zwei Punkte aus drei Heimspielen

Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch ein Eigentor von Felix Bastians (27.) verwandelte Ivica Banovic den Strafstoß für ein angebliches Foul von Marcel Schäfer an Daniel Caligiuri zum 2:1 für den Sportclub.

Der erste Bundesligatreffer von Youngster Fabian Johnson (81.) verhinderte zumindest eine weitere Heimpleite des VfL nach dem jüngsten 2:3 gegen den 1. FC Nürnberg.

Insgesamt waren die zwei Punkte aus den drei Heimspielen gegen die Aufsteiger Mainz (3: 3), Nürnberg (2:3) und Freiburg gemessen an den Wolfsburger Ansprüchen allerdings zu wenig.

Dutt spricht von Glück

Derweil freute sich Dutt über einen glücklichen Punktgewinn. "Diesmal fahren wir mit einem Punkt nach Hause, der vielleicht etwas unverdient ist. Allerdings wurde dieser Punktgewinn von einer leidenschaftlichen Defensivleistung und unserem Torhüter, der sich die Note eins verdient hat, unterstützt", so der SC-Coach.

Dutt räumte aber ein, dass sein Team kaum ins Spiel fand: "Aber bei einem Gegner wie Wolfsburg kann ich meiner Mannschaft da keinen Vorwurf machen."

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