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Mohamed Zidan kam im Tausch mit Mladen Petric 2008 vom Hamburger SV zum BVB © imago

Schon zwei Wochen vor dem 100. BVB-Geburtstag herrscht in Dortmund Partylaune. Die Schwarz-Gelben nähern sich den Europacup-Rängen.

Dortmund - Schon zwei Wochen vor dem 100. Geburtstag von Borussia Dortmund herrschte Partylaune.

Mit dem bislang höchsten Heimsieg der Saison, einer starken Vorstellung und dem siebten Spiel in Folge ohne Niederlage stimmten sich die Westfalen auf die große Fete am 19. Dezember im Heimspiel gegen den SC Freiburg ein.

Auf Platz sieben hat der BVB die Europacup-Ränge in Reichweite. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Wie die Mannschaft heute abgegangen ist, das war schon ungewöhnlich", sagte ein begeisterter BVB-Trainer Jürgen Klopp nach dem 4:0 (3:0) über den Aufsteiger 1. FC Nürnberg. 181285(DIASHOW: Der 15. Spieltag)

Jubiläumssieg für Klopp

Es war der 50. Sieg in seiner Laufbahn als Bundesliga-Trainer und wohl auch einer der überzeugendsten seiner jungen Truppe. "Wir hatten nach dem Sieg in Hoffenheim eine Woche ohne Kritik, und ich wusste nicht, wie die Jungs damit umgehen", sagte Klopp.

Die Antwort gab seine Mannschaft auf dem Platz. "Sie war von der ersten Sekunde an voll da, immer auf dem Sprung und bereit, den Ball zu erobern", lobte der BVB-Coach.

Das erste Bundesligator von Kevin Großkreutz (8.) und der anschließende Abstauber von Lucas Barrios (13.) spielte den Borussen in die Karten. "Wenn man 2:0 führt, fällt vieles leichter. Dann macht Fußball richtig Spaß", meinte Mohamed Zidan. Der Ägypter sorgte noch vor der Halbzeitpause mit dem 3:0 (36.) für die Vorentscheidung.

Höherer Sieg war möglich

Standing Ovations der 72.100 Zuschauer begleiteten die Borussen bereits auf dem Weg zum Pausentee. Dass es am Ende nur noch zu einem vierten Treffer durch den erneut starken U-21-Europameister Mats Hummels (61.) reichte, lag an der schwachen Chancenverwertung.

Speziell Zidan und Barrios übersahen allzu oft den besser postierten Mitspieler oder rieben sich in unötigen Zweikämpfen auf.

"Es wäre professionell gewesen, klar weiterzumachen. Aber es lag auch an der Kraft, denn wir sind weite Wege gegangen", ergänzte Klopp und freute sich über die fortschreitende Entwicklung seiner Youngster, die am nächsten Sonntag beim Meister in Wolfsburg antreten müssen.

Klopp lobt den Club

Am Ende hatte Klopp auch noch lobende Worte für den Gegner, der nach seinem ersten Auswärtssieg der Saison zwei Wochen zuvor in Wolfsburg (3:2) nahezu alles schuldig blieb und sich kaum Torchancen erspielte:

"Der Club hat nie aufgeben, deshalb war das Ergebnis, so wie es ist, in der Höhe in Ordnung."

Oenning: "Haarsträubende Fehler"

Das sah sein Trainerkollege Michael Oenning nach dem Sturz des FCN auf den Abstiegsplatz 17 anders: "Wir haben offensiv gedacht, aber dabei die Defensive vergessen und haarsträubende Fehler gemacht. Man kann als Aufsteiger bei Borussia Dortmund verlieren, aber nicht so."

Vier Tore, so viele fing man sich auch schon auswärts bereits in Leverkusen, würden eine deutliche Sprache sprechen, so Oenning weiter.

Man wolle jedoch das Ergebnis richtig bewerten und die Konsequenzen daraus ziehen. "Manchmal helfen ja auch solche Spiele", sagte Nürnbergs Coach mit Blick auf das wichtige Heimspiel am kommenden Samstag gegen den Hamburger SV.

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