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Lukas Podolski (r.) erzielte bislang erst einen Saisontreffer für Köln © getty

Bremen findet in Köln ohne Özil schwer ins Spiel und hat Glück, dass der FC seine hochkarätigen Chancen nicht nutzt. Mohamad hat Glück.

Köln - Ohne Spielmacher Mesut Özil hat Werder Bremen seine Erfolgsserie auf 23 Pflichtspiele ausgebaut, im Kampf um die Herbstmeisterschaft aber zwei Punkte liegen lassen.

Die Bremer kamen beim 1. FC Köln nur zu einem 0:0 und liegen als Tabellenzweiter zwei Spieltage vor Ende der Hinrunde weiterhin drei Punkte hinter Spitzenreiter Bayer Leverkusen.

Allerdings hatte Werder neben dem verletzten Torjäger Claudio Pizarro und dem grippekranken Nationaltorhüter Tim Wiese kurzfristig auch Özil (Grippe) ersetzen müssen.

Novakovic versagt vor dem Tor

Der Tabellen-14. aus Köln, der seine fünfte Nullnummer in dieser Spielzeit verbuchte, hat nur zwei der letzten 18 Heimspiele gewonnen und erst sieben Saisontreffer erzielt und zeigte sich nach zuletzt zwei katastrophalen Auftritten vor eigenem Publikum vom Engagement verbessert.

Vor dem Tor versagten die Gastgeber gleich mehrmals. Kapitän Milivoje Novakovic (2) und Petit vergaben beste Einschussmöglichkeiten.

Auch Nationalstürmer Lukas Podolski steht nach nun 881 Minuten ohne Bundesliga-Tor und der längsten Flaute seiner Karriere auch symbolisch für die Offensivschwäche des FC.

Soldo mit dem Punkt zufrieden

"Mit der ersten Hälfte war ich nicht zufrieden, mit der zweiten schon. In unserer Situation müssen wir stabil spielen. Wir hatten in Bochum und auch heute gegen Bremen gute Chancen, diese aber leider nicht verwertet. Aber auch das wird sich ändern", sagte FC-Trainer Zvonimir Soldo.

Sein Kollege Thomas Schaaf war vor allem wegen der unzureichenden Chancenverwertung seiner Elf nicht zufrieden: "Wir haben bis zum Sechszehner gut gespielt. Aber dann haben wir es nicht zum Abschluss gebracht."

Aus fünf Metern daneben

Bei den Bremern war durch Özils Ausfall auch das "magische Dreieck" mit Aaron Hunt und Marko Marin gesprengt. Dadurch brauchten die Gäste vor 50.000 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena rund 20 Minuten, um ins Spiel zu finden.

Köln schlug daraus aber kein Kapital, Kapitän Milivoje Novakovic schoss nach schöner Flanke von Podolski aus fünf Metern knapp am Tor vorbei (16. ).

"Wir hatten elf Spieler auf dem Platz", sagte Schaaf, der den Özil-Ausfall nicht als Ausrede gelten lassen wollte.

Glück für Mohamad nach Notbremse

Dann bekam Werder das Spiel in den Griff, und vor allem Marin avancierte zum besten Mann auf dem Platz. Der agile Nationalspieler ließ sich seine Spielfreude auch durch mehrereharte Fouls der Kölner nicht nehmen.

Nach einer Notbremse von Youssef Mohamad an Marin (29.) hätte der Kölner Innenverteidiger zudem Rot statt Gelb sehen müssen.

Auch bei einem Foul von Geromel an Naldo im Strafraum hatten die Kölner Glück (12.).

"Schieber"-Rufe gegen Drees

Werder-Manager Klaus Allofs war zur Pause aber nicht nur mit dem kurioserweise von den Kölner Fans als "Schieber" bezeichneten Schiedsrichter Jochen Drees, sondern auch mit dem Spiel seiner Mannschaft unzufrieden.

Er vermisste vor allem Özil: "Wir spielen nicht schnell genug. Und Mesut ist einer, der das Spiel schnell machen kann."

Debütant Melitz rettet das 0:0

Nach dem Wechsel musste aber erst einmal der erst 20 Jahre alte Bundesliga-Debütant Sebastian Mielitz das 0:1 verhindern.

Der Wiese-Ersatz parierte glänzend gegen den frei vor ihm aufgetauchten Novakovic (54.).

Obwohl Köln auch danach nicht zu spielerischer Klasse fand, verloren die Bremer in der hektischen Partie etwas den Faden und hatten längst nicht mehr so viele Chancen wie in der

Drangphase vor dem Wechsel.

Bei den Kölnern hinterließen Podolski dank guter erster und Maniche dank guter zweiter Halbzeit den besten Eindruck. Bei Werder gefiel neben Marin vor allem Nationalverteidiger Per Mertesacker.

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