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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Per Mertesacker wechselte 2006 von Hannover 96 zu Werder Bremen © getty

Der Nationalspieler hadert nach der Nullnummer in Köln mit dem neuen WM-Ball. Manager Allofs kritisiert den Schiedsrichter.

Köln - Per Mertesacker machte es sich nach dem Abpfiff sehr einfach.

"Das ist eine kleine Kanonenkugel, und das war heute nicht gerade unser Vorteil", sagte der Nationalspieler von Werder Bremen nach dem mageren 0:0 seines Teams beim 1. FC Köln.

Nach Ansicht des Verteidigers war der erst am Freitag vorgestellte WM-Ball "Jabulani" mit daran Schuld, dass der Favorit nicht bis auf einen Punkt an Tabellenführer Bayer Leverkusen herankam.

Entsprechend groß war der Frust. "Wir wollten uns als Zweiter eigentlich etwas absetzen, aber das ist uns leider nicht geglückt", sagte Mertesacker.

Schaaf: Torgefahr hat gefehlt

Sein Trainer Thomas Schaaf wollte aber keine Ausreden gelten lassen, auch nicht die, dass Spielmacher Mesut Özil kurzfristig ausgefallen war.

"Wir hatten elf Spieler auf dem Platz", sagte der Werder-Coach, der mit der unzureichenden Chancenverwertung seiner Elf nicht zufrieden war:

"Wir haben bis zum Sechzehner gut gespielt. Aber dann haben wir es nicht zum Abschluss gebracht."

Serie weiter ausgebaut

Immerhin hatte Werder auch ohne Özil seine Erfolgsserie auf 23 Pflichtspiele ohne Niederlage ausgebaut, im Kampf um die Herbstmeisterschaft in der Bundesliga allerdings fahrlässig zwei Punkte liegen lassen.

Werder liegt als Tabellen-Zweiter zwei Spieltage vor dem Hinrunden-Ende weiterhin drei Punkte hinter Spitzenreiter Bayer Leverkusen (DATENCENTER: Die Tabelle).

Werder musste neben Özil auch den verletzten Torjäger Claudio Pizarro und dem grippekranken Nationaltorhüter Tim Wiese ersetzen 181285(die Bilder).

Allofs kritisiert den Schiri

Manager Klaus Allofs haderte vor allem mit der Schiedsrichterleistung. "Wir sind heute sicher nicht bevorzugt worden", kritisierte Allofs.

In der Tat übersah Schiedsrichter Dr. Jochen Drees im ersten Durchgang einen klaren Schubser von Geromel gegen Naldo im Strafraum. Zudem zückte der Referee nur Gelb, als der Kölner Mohamad Bremens Dribbelkönig Marin als letzter Mann zu Fall brachte.

Podolski erntet Applaus

Der Tabellen-14. aus Köln, der seine neunte Nullnummer in dieser Spielzeit verbuchte, hat nur zwei der letzten 18 Heimspiele gewonnen.

Die "Geißböcke" agierten vor eigenem Publikum deutlich engagierter als zuletzt, was von den Fans nach dem Match auch honoriert wurde.

Auch Lukas Podolski, der nach nun 881 Minuten ohne Bundesliga-Tor und der längsten Flaute seiner Karriere auch symbolisch für die Offensivschwäche des FC steht, erntete viel Applaus.

Soldo hadert mit der Chancenauswertung

Der Nationalstürmer ging weite Wege und sorgte für mächtig Unruhe in der Werder-Defensive.

"Mit der ersten Hälfte war ich nicht zufrieden, mit der zweiten schon. In unserer Situation müssen wir stabil spielen."

"Wir hatten in Bochum und auch heute gegen Bremen gute Chancen, diese aber leider nicht verwertet. Aber auch das wird sich ändern", sagte FC-Trainer Zvonimir Soldo nach dem Abpfiff.

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