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Marko Pantelic (l.) und Andrej Voronin trafen vergangene Saison insgesamt 18-mal © imago

Das Sturmduo der Vorsaison macht die Klubführung der Berliner für den Absturz verantwortlich. Pantelic greift Ex-Coach Favre an.

Berlin - Die beiden Stürmer Marko Pantelic und Andrej Voronin haben die Vereinsführung ihres Ex-Klubs Hertha BSC Berlin für die schwerste Krise seit dem Wiederaufstieg 1997 verantwortlich gemacht.

"Der größte Fehler begann letzte Saison, als man nur Trainer Lucien Favre für den Erfolg verantwortlich machte, ihm die ganze Macht gab", sagte Pantelic der "Bild" und kritisierte:

"Dann waren wir nur noch Favres Marionetten. Die starke Gemeinschaft zerbrach und kostete uns im Endspurt Titel sowie Champions-League-Teilnahme." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Hertha hat zu wenig investiert"

Auch Voronin, der in der vergangenen Spielzeit elf Treffer für die Berliner erzielt hatte, hielt den Klubbossen Fehler vor.

"Letzte Saison hatten wir eine gute Mischung aus alt und jung. Wenn ich dann gute Spieler abgebe, muss ich die gleiche Qualität holen. Hertha hat zu wenig investiert", sagte der Ukrainer, der inzwischen wieder beim FC Liverpool spielt.

Rückkehr unwahrscheinlich

Eine von den Fans erhoffte Rückkehr der beiden Erfolgsgaranten zur Winterpause gilt als wenig realistisch.

Voronin hatte zuletzt betont, sich nicht noch einmal ausleihen zu wollen. Ein Kaufgeschäft wäre für die mit 33 Millionen Euro Verbindlichkeiten belastete Hertha aber nicht zu stemmen.

Pantelic hatte kürzlich angekündigt, "noch vier weitere Jahre" bei Ajax Amsterdam bleiben zu wollen.

Vier Millionen Euro für Transfers

Die Hertha, mit nur fünf Punkten aus 15 Spielen abgeschlagen Tabellenletzter, plant im Winter in neue Spieler zu investieren.

Trotz der schwierigen Finanzlage sollen für etwa vier Millionen Euro zwei bis drei neue Profis verpflichtet werden, um den drohenden Abstieg doch noch zu vermeiden.

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