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KSC-Manager Rolf Dohmen (l.) kann es nicht fassen, dass Präsident Hubert H. Raase auf der Kippe steht © getty

Karlsruhes Präsidium droht das Amtsende - trotz einiger Erfolge. Ein Passus in der Satzung könnte zum großen Fallstrick werden.

Karlsruhe - Aufgrund des möglichen Rücktritts des KSC-Präsidiums rückt die Partie der Karlsruher gegen den VfL Wolfsburg (Sonntag, ab 16.30 Uhr LIVE) fast schon in den Hintergrund.

Karlsruhes Manager Rolf Dohmen sagte: "Das ist wahrscheinlich. Es ist wie in der Politik. Wir brauchen bei der Mitgliederversammlung eine Zweidrittelmehrheit."

Manager Dohmen schimpft

Allerdings: "Die ist schwer zu erreichen, weil einige Personen im Hintergrund Stimmung gegen das aktuelle Präsidium machen. Es wäre für den KSC tödlich, wenn ein so erfolgreiches Präsidium komplett ausgewechselt würde."

Satzungsänderung als Fallstrick

Während das Team von Trainer Edmund Becker gegen den VfL drei wichtige Punkte im Abstiegskampf holen will, entscheiden die KSC-Mitglieder 24 Stunden später über die Zukunft des Vorstands.

Präsident Hubert H. Raase und seinen Mitstreitern Rainer Schütterle und Michael Steidl droht das Amtsende.

Hintergrund ist eine Satzungsänderung aus dem Jahr 2000, nach der Mitglieder des Präsidiums nur zweimal wiedergewählt werden dürfen. Demnach müssten Raase und Co. ihr Amt im kommenden Jahr niederlegen.

Bei der Mitgliederversammlung soll nun der Passus der Satzung gestrichen werden. Damit aus dem Antrag ein Bestandteil der künftigen Satzung wird, ist eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder erforderlich.

Wird diese verpasst, würde das Erfolgstrio wohl noch vor Weihnachten zurücktreten.

Franz Einsatz ungewiss

Derweil plagt sich das Karlsruher Team vorm Spiel gegen Wolfsburg mit Verletzungssorgen: Maik Franz musste beim 2:0-Pokalerfolg gegen Kickers Offenbach zur Halbzeit ausgewechselt werden. Der Kapitän hat Adduktorenprobleme.

Trainer Becker hofft aber, dass Franz noch rechtzeitig fit wird. Ausfallen wird dagegen wohl Joshua Kennedy (Zerrung der Muskulatur zwischen Hüfte und Oberschenkel).

Bei Abwehrspieler Stefano Celozzi ist die Sprunggelenksverletzung noch immer nicht ganz verheilt.

Wolfsburg voller Selbstvertrauen

Dagegen herrscht beim Gegner große Zufriedenheit. Beim 7:0-Pokalerfolg gegen den FC Oberneuland tankte das Team von Trainer Felix Magath Selbstvertrauen.

Vor allem Angreifer Edin Dzeko, der vier Treffer gegen den Amateurklub erzielte, ist heiß auf den Gastauftritt im Wildpark. "Ich hoffe natürlich, an die Leistung aus dem DFB-Pokal anzuknüpfen", meinte Dzeko.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Karlsruhe: Miller - Staffeldt, Sebastian, Franz (Stoll), Eichner - Mutzel, Porcello - Iaschwili, da Silva, Freis - Kennedy (Timm).Wolfsburg: Benaglio - Riether, Madlung, Barzagli, Schäfer - Josue - Dejagah, Gentner - Misimovic - Grafite, Dzeko. Schiedsrichter: Peter Sippel (München)

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