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Maik Franz spielte von 2006 bis 2009 beim Karlsruher SC © imago

Während dem Verteidiger der Eintracht nichts nachgewiesen werden kann, droht dem Mainzer Stürmer eine lange Sperre.

Frankfurt/Main - Aussage gegen Aussage: Maik Franz von Eintracht Frankfurt ist in der "Stinkefinger-Affäre" vom Kontrollausschuss des DFB aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden.

Dagegen muss sein Kontrahent Aristide Bance vom FSV Mainz 05 wegen des Zeigens des Mittelfingers mit einer mehrwöchigen Strafe rechnen. (Zum Artikel: Ermittlungen gegen Franz und Bance)

Der DFB-Kontrollauschuss will sich am Mittwoch zum weiteren Verfahren im Fall Bance äußern.

Dem FSV-Angreifer droht wegen des unsportlichen Verhaltens eine lange Sperre. Bance hatte seine Aktion damit begründet, dass ihn Franz auf dem Platz ständig provoziert und zudem rassistisch beleidigt habe.

Keine Strafe für Franz

"Franz hat meine Eltern beleidigt, mich einen dreckigen Neger und nach Schlusspfiff noch Hurensohn genannt", hatte Bance gesagt.

Franz wies jegliche rassistische Äußerungen von sich: "Es ist unter aller Sau, unterste Schublade, dass er sowas behauptet. Das zeigt seinen Charakter. Bance hat Bockmist gebaut und will nun davon ablenken. Ich habe mir nichts vorzuwerfen."

Franz konnten nach einer Anhörung am Dienstag vor dem DFB-Kontrollausschuss beim 2:0-Erfolg der Hessen gegen den FSV Mainz 05 am Samstag keine rassistischen Äußerungen nachgewiesen werden.

"Es steht Aussage gegen Aussage"

Weder gab es Zeugen noch konnten die TV-Bilder den Nachweis erbringen, dass Franz seinen Gegenspieler auf dem Platz rassistisch beleidigt hat.

"Bezüglich des Tatvorwurfs steht auch nach der Anhörung beider Spieler durch den DFB-Kontrollausschuss Aussage gegen Aussage. Die von Herrn Franz bestrittene belastende Aussage kann weder durch Zeugen noch durch die ausgewerteten Fernsehaufnahmen belegt werden", sagte der stellvertretende Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, Norbert Weise.

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