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Miroslav Klose (r.) erzielte in 16 Pfilchtspielen in dieser Saison zwei Tore © getty

Der Nationalstürmer freut sich über den FCB-Höhenflug, will aber selbst mitwirken. Trainer van Gaal warnt vor Bochum.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - In Turin beantwortete Jörg Butt sogar noch am Aufzug des Mannschaftshotels die Fragen der Reporter.

"Die Mannschaft hat sich zusammengerauft, es stimmt bei uns", berichtete der Keeper.

Der coole Elfmeter-Vollstrecker war nach dem Champions-League-Coup im Piemont einer der gefragtesten Ansprechpartner und kündigte mit Blick auf den Endspurt in Deutschland an: "Das war sicher ein Signal an die Liga."

Maximalausbeute ist Ziel

Gegen Bochum (Sa., ab 15.30 Uhr LIVE) und Hertha will der Rekordmeister jetzt die Maximalausbeute von sechs Punkten.

"Wir sind auf einem guten Weg, werden immer mehr zur Mannschaft", meinte Bastian Schweinsteiger. Und erklärte: "Andi Ottl war in Turin 19. Mann, aber der freut sich genauso."

Auch Nationalstürmer Miroslav Klose war im Stadio Olimpico nur Ersatz, wurde auch in der Schlussphase nicht eingewechselt. Dennoch freute er sich mit der Mannschaft, die für ihn "an erste Stelle" steht.

"Ich wäre fit gewesen"

"Ich wäre fit gewesen", sagte Klose in der "tz" und bekannte in Bezug auf die aktuelle Doppelspitze Ivica Olic und Mario Gomez: "Im Moment bin ich draußen, die Jungs machen ihre Sache sehr gut."

Klose wird nun alles daran setzen, seinen Platz im Sturm zurückzuerobern, den er nach seiner Ellebogenverletzung verloren hatte.

"Ich bin sicher, dass ich zu meinen Einsätzen komme. Wer mich kennt, weiß, dass ich zurückschlagen werde."

Klose kein Zehner?

Für den 31-Jährigen wird es in Zukunft auch daraufankommen, Trainer Louis van Gaal von seinen Stürmer-Qualitäten zu überzeugen.

Zwischenzeitlich betraute der Niederländer ihn mit der Aufgabe als "Zehner", doch Klose überzeugte in der ungewohnten Rolle nicht.

Das System mit zwei Stürmern behagt ihm viel mehr - genauso wie auch Ivica Olic. Der Kroate hat aktuell mit Mario Gomez Klose den Rang abgelaufen.

Olic: "Hier muss alles sofort klappen"

Mit seinen guten Leistungen der vergangenen Wochen ist Olic einer der Erfolgsgaranten. Die Krise ist aus seiner Sicht überwunden, weil das Team zueinander gefunden hat.

"Es gibt viele neue Spieler, einen neuen Trainer, neue Taktik, das braucht Zeit", erklärte Olic gegenüber Sport1.de.

Ehrlich fügte er hinzu: "Beim FC Bayern hat man aber keine Geduld, hier muss sofort alles klappen."

Aus seiner Sicht können die Münchner "in Ruhe in die Pause gehen", wenn die nächsten beiden Bundesliga-Spiele gewonnen werden.

Einfache Fahrt ins Ziel?

Im Grunde genommen sieht es einfach aus: Der FC Bayern hat das schwierigste Spiel der Hinrunde gewonnen, steht im Achtelfinale der Champions League.

Der erste Gipfel ist erklommen, jetzt könnten die Münchner wie Skifahrer locker ins Tal fahren, sprich in den verbleibenden beiden Spielen Bochum und Hertha schlagen.

Doch auch Mark van Bommel weiß, dass die Münchner vor dem beeindrucken 4:1-Sieg über Juve in der Bundesliga eher mit Fleiß als mit spielerischer Raffinesse ihre Dreier eingefahren haben.

"Es ist möglich, dass es in Bochum wieder eine Katastrophe wird", mahnt der Bayern-Kapitän im "kicker" seine Kollegen zur erhöhten Wachsamkeit.

"Bochum ist kein Endspiel"

Ähnliche Bedenken treiben scheinbar auch seinen Trainer um.

Fußball ist für van Gaal vor allem ein Prozess, eine Weiterentwicklung also. Gegen den Tabellen-15. könnte dieser Prozess verlangsamt werden, wenn die Bayern im Ruhrpott nicht dreifach punkten.

"Bochum ist am Samstag kein Endspiel", räumte van Gaal ein.

"Wenn wir verlieren, können wir trotzdem noch Meister werden. Dann ist Fokussieren schwieriger."

Natürlich werden die Bochumer mit Vehemenz ihr Tor verteidigen, der FC Bayern wird mal wieder gegen ein Bollwerk anrennen.

Der Liga-Alltag ist zurück.

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