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Christian Fuchs absolvierte seit Sommer 2008 für den VfL Bochum 34 Bundesliga-Spiele © imago

Bei Sport1.de gibt sich Christian Fuchs entspannt vor dem Duell mit dem Superstar und glaubt an Bochums Chance gegen Bayern.

Von Christian Paschwitz

München - Favorit wäre der FC Bayern sowieso immer. Das ist auch diesmal nicht anders, wenn der Rekordmeister beim VfL Bochum gastiert (Sa., ab 15 Uhr LIVE) .

Nach dem beeindruckenden Husarenstreich in der Champions League gegen Juventus Turin ist ein Münchner Dreier beim Revierklub aber quasi noch mehr Usus als sonst.

In Bochum selbst indes kommt das gerade Recht: "Wir werden die Bayern sicherlich nicht in Grund und Boden spielen", meint Christian Fuchs süffisant im Interview mit Sport1.de.

Chancenlos sieht der VfL-Außenverteidiger sein Team trotzdem keineswegs. Und auch vor Bayerns Superstar Arjen Robben ist sich die Ehrfurcht begrenzt: "Deswegen mache ich mir bestimmt nicht in die Hose."

Fuchs spricht zudem über neues Selbstvertrauen dank Coach Heiko Herrlich und die Wichtigkeit des wieder aufkommenden Paul Freier.

Sport1.de: Herr Fuchs, Sie waren der Bochumer Held gegen Stuttgart durch Ihr Last-Minute-Freistoß-Tor. Geht's auch gegen die Bayern nur wieder über die Standards?

Christian Fuchs: Gefährlich Standards können für uns tatsächlich wieder das Mittel zum Erfolg werden. Warum sollten wir darauf also auch nicht vermehrt unser Augenmerk legen? Vor dem Spiel gegen die Bayern, die wir sicherlich nicht in Grund und Boden spielen, trainieren wir das aber nicht explizit mehr als sonst.

Sport1.de: Die Mini-Serie von jetzt drei Spielen ohne Niederlage hat unter Heiko Herrlich immerhin fünf Punkte eingebracht. Was hat sich beim VfL - auch unter ihm - verändert in den vergangenen Wochen?

Fuchs: Die Basis-Arbeit stimmt einfach, wir stehen solider und kompakter in der Abwehr. Unser Schlüssel zum Erfolg war zuletzt, kompakt zu stehen und dann schnelle Konter auszuspielen.

Sport1.de: Das heißt dann aber auch, mit Verlaub: Selbst das Spiel zu machen, das liegt für Bochum nach wie vor nicht drin?

Fuchs: Es ist aber trotzdem ein Mittel zum Erfolg. Wir befinden uns momentan in einem Prozess, der nun einmal Zeit in Anspruch nimmt.

Sport1.de: Manager Thomas Ernst monierte nach dem Stuttgart-Spiel, der VfL sei ein wenig zu ängstlich?

Fuchs: In der ersten Halbzeit ist unser taktisches Konzept voll aufgegangen, da hatten wir auch die besseren Chancen und standen sehr diszipliniert. Und in der Endphase waren auch eher wir am Drücker, als Sestak zum Beispiel schon Lehmann umkurvt hatte und den Ball dann ans Außennetz schlug. Ich finde, wir bekommen immer mehr Selbstvertrauen, und jeder Spieler steigert sich bei uns. Jetzt müssen wir unsere Möglichkeiten nur effektiver nutzen.

Sport1.de: Als Außenverteidiger könnten Ihnen gegen die Bayern blühen, dass der genesene Arjen Robben auch über Ihre Seite mächtig Alarm macht?

Fuchs: Ich freue mich darauf, wenn er spielt. Robben hat Weltklasse-Format, das ist doch was Schönes, sich mit so einem zu messen. Gegen Roben zu spielen, da habe ich richtig Bock drauf und mache mir deswegen bestimmt nicht in die Hose. Einsatzfähig bin ich auch wieder, meine Wirbel-Blockade ist kein Thema mehr.

Sport1.de: Wie wichtig ist Paul Freier für die Mannschaft, der zwischenzeitlich schon zu den Amateuren abgeschoben war, nun aber gegen Stuttgart den Freistoß herausholte, den Sie dann in die Maschen setzten?

Fuchs: Der Paul kommt im Moment ohnehin immer besser in Form, nicht nur wegen dieses Freistoßes. In dieser Verfassung - oder wie früher - ist er für den VfL natürlich Gold wert. Er hilft uns weiter, ist eine Bereicherung für die Offensive.

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