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Rafinha wechselte von 2005 Coritiba FC zum FC Schalke 04 © getty

Im Interview mit Sport1.de spricht Schalkes Rafinha über das Topspiel gegen Werder Bremen und seinen Trainer Felix Magath.

Von Martin van de Flierdt

München - Seit Felix Magath Trainer ist, geht es bei den Schalkern bergauf. Rechtsverteidiger Rafinha weiß, dass der neue Coach großen Anteil am Aufschwung in Gelsenkirchen hat.

"Felix Magath ist ein sehr fähiger Trainer und wir alle lernen sehr viel von ihm", sagt er. Die Königsblauen sind derzeit mit 28 Punkten Tabellendritter, punktgleich mit dem Zweitplatzierten.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Der heißt Werder Bremen und ist heute Gegner der Schalker im Weserstadion (ab 18 Uhr LIVE). Rafinha wird dann seinen Beitrag leisten müssen, die Bremer Offensivkünstler Mesut Özil und Marko Marin aus dem Spiel zu nehmen.

Im Interview mit Sport1.de spricht der Brasilianer über die Aussichten für die Partie gegen Werder, den Trainer und Menschen Magath und sowie vertragliche Situation auf Schalke.

Sport1.de: Das Schlagerspiel gegen Werder Bremen steht an. Was muss Schalke in dieser Partie beherzigen, um erfolgreich zu sein?

Rafinha: Werder ist eine starke Mannschaft, und wir müssen gewinnen, um oben dran zu bleiben. Für uns ist es ein Sechs-Punkte-Spiel. Aber es gibt keine spezielle Strategie. Wir brauchen Kampfgeist, Konzentration und vielleicht ein bisschen Glück. Wir arbeiten die ganze Zeit über hart und sind auf die Bremer vorbereitet.

Sport1.de: Schalke ist momentan Tabellendritter, obwohl Felix Magath sehr viele unerfahrene Spieler auflaufen lässt. Worin liegt sein Erfolgsgeheimnis?

Rafinha: Es ist immer eine gute Strategie, sowohl erfahrene Spieler als auch solche, die erst am Anfang ihrer Karriere stehen, auflaufen zu lassen. Auf diese Weise entdeckt man auch neue Talente und gibt ihnen die Möglichkeit, dem Team zum Sieg zu verhelfen.

Sport1.de: Spieler wie Schmitz, Matip und Moritz machen den erfahreneren und teureren Spielern die Stammplätze streitig. Warum beschwert sich eigentlich niemand darüber, gibt es einen speziellen Teamspirit?

Rafinha: Die Spieler wissen, dass sie für die Mannschaft spielen. Niemand sollte sich darüber aufregen, wer im Moment die Aufmerksamkeit bekommt und wer nicht. Die jungen Spieler haben die ersten Partien der Saison bestritten und sofort eingeschlagen. Womöglich fällt es deshalb den Leuten auch stärker auf. Generell sind wir aber hier, um die Meisterschaft zu holen. Und da ist jeder wichtig.

Sport1.de: Schalke trifft oft gegen Ende der Partie. Liegt das hauptsächlich am berühmten "Drill" von Magath?

Rafinha: Das Team ist in sehr guter körperlicher Verfassung. Was aber die späten Tore anbelangt, ist das eher Zufall. Wir wollen auch schon in der ersten Minute treffen, das ist unser Ziel. Andererseits ist diese Beobachtung schon richtig. Während andere Mannschaften am Ende des Spiels abbauen, sind wir immer noch topfit.

Sport1.de: Sie sind erst 24, aber trotzdem schon einer der erfahreneren Spieler im Team. Wie gehen Sie damit um, schon einer der Anführer zu sein?

Rafinha: Ich habe schon sehr früh angefangen zu spielen und habe Erfahrungen gesammelt, die ich nun teilen kann. Es war nicht meine Entscheidung, das Team anzuführen, sondern das passiert in gewissen Situationen einfach. Wenn ich gewisse Aktionen einleiten kann, die zum Torerfolg führen, ist das natürlich toll. Aber letztendlich spielt es gar keine Rolle, wer das macht. Das Ziel ist zu gewinnen und dafür muss das ganze Team motiviert sein.

Sport1.de: Auch Jefferson Farfan spielt in dieser Saison besser. Hat der Trainer eine spezielle Methode, mit den Südamerikanern umzugehen?

Rafinha: Felix Magath ist ein sehr fähiger Trainer und wir alle lernen sehr viel von ihm. Ich denke, dass sich die ganze Mannschaft verbessert und bewiesen hat, dass wir im Vergleich zur letzten Saison sehr viel stärker auftreten. Aber es gibt da keine Spezialbehandlung für die Südamerikaner oder für einen anderen Spieler. Magath arbeitet mit dem ganzen Team und es spielt keine Rolle, woher du kommst.

Sport1.de: Schalkes Finanzsituation ist angespannt. Sie würden dem Verein eine Menge Geld einbringen. Haben Sie in Ihrem Vertrag eine Ausstiegsklausel für die Winterpause oder können Sie einen Transfer vor Saisonende generell ausschließen?

Rafinha: Schalkes finanzielle Situation war auf dem Platz nie ein Thema. Wir haben darüber nie gesprochen. Ich habe keine Ausstiegsklausel, mein Vertrag läuft bis 2011. Wenn sich der Verein entscheiden sollte, mich zu verkaufen, dann muss das im Interesse von Schalke, in meinem und natürlich auch in dem des anderen Klubs sein. Aber im Moment gibt es in dieser Hinsicht keinerlei Gespräche.

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