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Ivica Olic (r.) erzielte gegen Bochum seinen vierten und fünften Saisontreffer © getty

Die Münchner machen mit einer Gala Boden auf die Spitze gut und träumen von Platz eins. Olic überragt, Bochum ist zu passiv.

Bochum - Der FC Bayern hat mit einer erneuten Gala weiter Boden auf Spitzenreiter Bayer Leverkusen gutgemacht.

Träume von der Herbstmeisterschaft werden wieder wach 183903(Die Bilder).

Die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal feierte am Samstag dank eines erneut überragenden Ivica Olic einen 5:1 (3:0)-Kantersieg beim abstiegsbedrohten VfL Bochum.

Nach dem neunten Liga-Spiel in Folge ohne Niederlage weist der Rekordmeister mit 30 Punkten nur noch zwei Zähler Rückstand auf Leverkusen auf (Datencenter: Ergebnisse und Tabelle).

Mit einem Sieg gegen Hertha BSC Berlin und bei gleichzeitigen Patzern der Konkurrenz am 17. Spieltag könnten die Bayern nach einer über weite Strecken turbulenten Hinrunde doch noch ganz oben überwintern.

Zumindest die Ausgangsposition für das neue Jahr stimmt, auch weil die Neueinkäufe immer besser in Schwung kommen.

"Ich bin froh"

"Es ist immer schwierig, nach so einem Sieg wie gegen Juventus den Fokus auf das nächste Bundesliga-Spiel zu richten. Meine Spieler haben das geschafft. Da bin ich sehr froh", resümierte van Gaal.

Sein Bochumer Pendant Heiko Herrlich gestand ein: "In der Verfassung, in der sich die Bayern befinden, hatten wir keine Chance. Das hat Juventus am Dienstag gespürt und das haben wir heute gespürt."

Olic überragt

30-Millionen-Mann Mario Gomez leitete mit seinem fünften Tor in den vergangenen sechs Pflichtspielen den zweiten 5:1-Auswärtssieg der Saison nach dem in Dortmund ein (22.).

Olic stand seinem Sturmpartner aber in nichts nach, bereitete das 1:0 vor und erzielte die Treffer zum 3:0 (43.) und 4:0 (50.).

Dazwischen lag ein Eigentor von Bochums Mergim Mavraj (33.). Danijel Pranjic erzielte das 0:5 (56.), dem VfL gelang nur noch der Ehrentreffer durch Christian Fuchs (76.).

Genugtuung für van Gaal

Bayern-Präsident Uli Hoeneß, auf der Tribüne eingerahmt von den Vorstandsbossen Karl-Heinz Rummenigge und Karl Hopfner, stand die Genugtuung buchstäblich ins Gesicht geschrieben.

Der neue Coach van Gaal, der mehrfach beißende Kritik hatte ertragen müssen, vertraute zurecht auf die Anfangsformation von Turin und wechselte seinen Landsmann Arjen Robben erst beim Stand von 0:5 ein (57.).

VfL-Trainer Heiko Herrlich musste auf den rotgesperrten Diego Klimowicz verzichten. Außerdem rückten Paul Freier und Matias Concha für Joel Epalle und Shinji Ono in die Startelf.

Bochum viel zu harmlos

31.328 Zuschauer im ausverkauften Bochumer Stadion sahen in den ersten 20 Minuten kaum Höhepunkte.

Die Gäste von der Isar kontrollierten zwar das Spiel, fanden aber zunächst kein Mittel, gegen die defensiv eingestellten Bochumer zu klaren Möglichkeiten zu kommen.

Herrlich hatte in Stanislav Sestak und Roman Prokoph zwar zwei Stürmer auf dem Feld, doch in der Offensive ging so gut wie nichts.

Und die Westfalen waren viel zu nervös. Einen wiederholten Ballverlust vor dem eigenen Strafraum nutzte der Rekordmeister zur Freude der rund 10.000 Bayern-Fans eiskalt aus.

Olic schaltete am schnellsten, brachte von links eine scharfe Flanke an den Fünfmeterraum und Gomez traf zur Führung (22.).

Sogar Pranjic trifft

Und Bayern legte nach, eine Flanke von Gomez bugsierte Innenverteidiger Mergim Mavraj unglücklich ins eigene Tor (33.). Zwei Minuten vor der Pause erhöhte Olic auf Vorlage von Bastian Schweinsteiger gar schon auf 0:3.

Nach der Pause ging es so weiter. Olic traf nach Flanke von Holger Badstuber per Kopf, und Pranjic mit einem strammen Linksschuss.

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