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Hamburgs Guy Demel (l.) und Christian Eigler lieferten sich packende Zweikämpfe © getty

Die Hamburger dominieren in Nürnberg und machen in der zweiten Halbzeit alles klar. Der Club wehrt sich zu wenig.

Nürnberg - Der Hamburger SV hat seine über zweimonatige Durststrecke in der Bundesliga beendet.

Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia gewann nach zuletzt sieben Spielen in Folge ohne Sieg bei Aufsteiger 1. FC Nürnberg hochverdient mit 4:0 (0:0) und meldete sich nach einer souveränen Leistung und dem höchsten Saisonsieg im Titelkampf zurück.

Dagegen wird die Lage für den schwachen Club nach der dritten Niederlage hintereinander immer bedrohlicher.

In dieser Form geht der Aufsteiger ganz schweren Zeiten entgegen. (DATENCENTER: Bundesliga)

Der HSV ging in der 47. Minute durch Eljero Elia in Führung.

Torun mit super Zuspiel

Nach einem herrlichen Pass von Tunay Torun ließ der Niederländer FCN-Keeper Alexander Stephan mit einem Heber von der Strafraumgrenze keine Chance.

Der bärenstarke Marcell Jansen erzielte in der 59. Minute nach feinem Zuspiel von Elia das 2:0. Torun gelang mit einem tollen Schuss ins Tordreieck das 3:0 (65.).

Der überragende Elia setzte nach einem Pass von Jansen für den Schlusspunkt (74.).

Petric spielt von Anfang an

Beim nach wie vor stark ersatzgeschwächten HSV stand erstmals seit über zwei Monaten Stürmer Mladen Petric wieder in der Startformation.

Der 28 Jahre alte Kroate hatte sich beim 3:1 am 4. Oktober bei Hertha BSC am Sprunggelenk verletzt. Seitdem hatte der HSV auch nicht mehr gewonnen.

Petric war es auch, der die erste Möglichkeit hatte.

In der 11. Minute verfehlte er jedoch ebenso das Ziel wie fünf Minuten später.

Auf der anderen Seite konnte HSV-Verteidiger Guy Demel einen Schuss von Christian Eigler gerade noch abblocken (13.).

Bunjaku und Eigler vergeben

Dann hatten Albert Bunjaku und erneut Eigler innerhalb von zwei Minuten (18. und 19.) freistehend die Möglichkeit, die Nürnberger in Führung zu bringen.

Während Bunjaku verzog, fand Eigler bei seinem Kopfball in HSV-Keeper Frank Rost seinen Meister.

In der Folgezeit gewannen die Norddeutschen aber mehr und mehr die Oberhand.

Insbesondere der agile Jansen bereitete über links den Franken und da insbesonders dem jungen Dennis Diekmeier einige Probleme.

Zudem rettete Dominic Maroh in höchster Not vor dem einschussbereiten Petric (33.).

HSV überlegen

Die Hanseaten dominierten auch nach dem Wechsel weitgehend die Partie. So hätte Jansen in der 55. Minute schon für eine Vorentscheidung sorgen können, scheiterte aber am glänzend reagierenden Stephan, der den nach wie vor gesperrten Kapitän Raphael Schäfer ersetzte.

Bei den Gegentreffern wurde Stephan von seinen Vorderleuten schmählich im Stich gelassen.

Während die clever agierenden Hamburger durchaus überzeugen konnten, war vom Club nichts zu sehen. Das Team von Trainer Michael Oenning enttäuschte nach dem 0:1 gegen Freiburg und dem 0:4 in Dortmund erneut auf der ganzen Linie.

Beim Club erreichte kein Spieler Normalform. Beim HSV, bei dem kein Akteur abfiel, konnte neben den starken Jansen und Elia auch Jung-Nationalspieler Jerome Boateng überzeugen.

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