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Die Schalker freuen sich über den ersten Sieg in Bremen seit dem 4. Februar 2007 © getty

Schalke beendet Bremens Serie und verbessert sich durch den Auswärtssieg auf Platz zwei hinter Tabellenführer Bayer Leverkusen.

Bremen - Kevin Kuranyi und der wenige Sekunden zuvor eingewechselte Jan Moravek haben Werder Bremens Superserie beendet und gleichzeitig Schalke 04 zum ersten Verfolger von Tabellenführer Bayer Leverkusen gemacht.

Die Treffer in der 47. Minute und 72. Minute besiegelten einen nicht unverdienten 2:0 (0:0)-Sieg der Gelsenkirchener beim deutschen Pokalsieger, der nach 23 Pflichtspielen erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen und Tabellenplatz zwei an die Schalker abgeben musste.

Kuranyi bestraft schlafende Gastgeber

Ex-Nationalspieler Kuranyi nutzte kurz nach Wiederbeginn einen Moment der Unaufmerksamkeit in der Bremer Deckung, setzte sich gegen Werder-Torhüter Tim Wiese durch und schoss den Ball anschließend ins leere Tor.

Es war der achte Saisontreffer des Torjägers. Für die Entscheidung sorgte Moravek, der Wiese mit einem abgefälschten Schuss überwand.

"Haben die Schalke spielen lassen"

"Die Schalker haben sich in den Zweikämpfen besser durchgesetzt. Wir haben das zugelassen, weil wir nicht so dagegengehalten haben, wie es sein muss. Wir haben die Schalker spielen lassen und sie haben das gut gemacht", sagte Bremens Coach Thomas Schaaf.

"Wir hatten heute das Glück, dass wir auf eine Mannschaft getroffen sind, die nicht ganz so gut drauf war", meinte Schalkes Trainer Felix Magath. "In der ersten Halbzeit gab es schon einige Mängel. Da waren wir zu verhalten, zu harmlos. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann besser gemacht."

Ganz schwache erste Halbzeit

Insbesondere in den ersten 45 Minuten allerdings war das mit Spannung erwartete Verfolgerduell alles andere als eine fußballerische Offenbarung.

Beide Teams ließen insbesondere beim Zusammenspiel viele Wünsche offen und verdarben sich aussichtsreich scheinende Szenen häufig selbst.

Beim Halbzeitgang in die Kabine waren aus dem Publikum verständlicherweise vereinzelte Pfiffe zu hören.

Nur eine Chance für Bremen

Schon nach vier Minuten hätten die Hanseaten in Führung gehen können. Nach klugem Rückpass von Aaron Hunt wurde ein gefährlicher Schuss des Dänen Daniel Jensen von Zambrano zur Ecke geblockt.

In der Folgezeit allerdings neutralisierten sich beide Mannschaften gegenseitig und ließen zunächst keine gefährlichen Situationen vor den Toren zu.

Viele Ungenauigkeiten

Auch ohne den gelb-gesperrten Marcelo Bordon stand die Defensive der Königsblauen in dieser Phase sicher.

Das Niveau der Partie litt aber zusehends unter zahlreichen Ungenauigkeiten auf beiden Seiten, die einen ansehnlichen Spielfluss nicht aufkommen ließen.

Vor 37.000 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion hatte Hugo Almeida in der 29. Minute die Führung für den DFB-Pokalsieger auf dem Fuß, der Portugiese schoss den Ball aber freistehend über das Tor.

Danach nahm die Begegnung etwas an Fahrt auf, ein Tor jedoch wollte bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Helmut Fleischer nicht fallen.

Pizarro feiert Comeback

Nach dem Seitenwechsel und dem schnellen Schalker Treffer wurde die Partie lebhafter.

Die Gastgeber entwickelten deutlich mehr Druck als in der ersten Halbzeit. Dazu trug auch die Einwechslung von Claudio Pizarro in der 63. Minute bei.

Der Peruaner hatte mehrere Wochen wegen eines Haarrisses im Sprunggelenk pausieren müssen und ersetzte den glücklosen Almeida.

Schlussphase in Unterzahl

In den letzten zehn Minuten musste Werder allerdings in Unterzahl agieren, da Sebastian Boenisch verletzt vom Feld musste und wegen bereits dreier Auswechslung nicht ersetzt werden konnte.

Die besten Noten bei den Bremern verdienten sich die Nationalspieler Per Mertesacker und Mesut Özil.

Torschütze Kuranyi sowie Jefferson Farfan waren bei den Gästen die stärksten Akteure.

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