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Die Hamburger feierten ihren ersten Ligaerfolg seit sieben sieglosen Partien © getty

Die Hamburger gewinnen und sind wieder mittendrin im Meisterrennen. FCN-Boss Schäfer stellt sich hinter seinen Trainer Oenning.

Nürnberg - Beim Aufsteiger 1. FC Nürnberg wird die Lage immer bedrohlicher.

Der HSV hat sich derweil nach zuletzt sieben Spielen ohne Sieg eindrucksvoll im Titelkampf zurückgemeldet.

Nach dem souveränen 4:0 (0:0) beim Club war die Welt für Trainer Bruno Labbadia wieder in Ordnung 183903(die Bilder).

Dagegen gehen der 1. FCN und sein Coach Michael Oenning ganz schweren Zeiten entgegen (Datencenter: Ergebnisse und Tabelle).

Nach der dritten Pleite in Folge gab es erste "Oenning raus"-Rufe der aufgebrachten Fans, auch die Verantwortlichen waren restlos bedient.

Doch noch ist der Posten von Aufstiegsheld Oenning nicht in Gefahr.

Es sei zwar "erschreckend", wie die Mannschaft in der zweiten Halbzeit auseinandergefallen sei, sagte FCN-Präsident Franz Schäfer, aber: "Michael Oenning hat Vertrag bis 2011, den soll er auch erfüllen."

FCN-Boss plädiert für Gelassenheit

Der Verein habe "bisher Ruhe bewahrt. Und wir werden auch jetzt nicht durchdrehen - nur dem Volk zuliebe", führte Schäfer weiter aus.

Auf die Frage, was mit Oenning passieren würde, wenn der Club das letzte Vorrundenspiel in Köln auch verlieren sollte, wich der FCN-Boss jedoch aus:

"Dann haben wir auf jeden Fall unruhige Zeiten."

Die hatte der HSV in den letzten Wochen auch. Doch gegen die schwachen Nürnberger platzte endlich der Knoten.

"Sonst hätten wir Probleme gekriegt"

"Es ist ein schönes Gefühl: endlich mal wieder ein Sieg. Ansonsten hätten wir ein Problem gekriegt", meinte ein zufriedener Labbadia.

(DATENCENTER: Bundesliga)

Sein Team hatte sich in der zweiten Hälfte vor 44.865 Zuschauern im Stile einer Spitzenmannschaft präsentiert.

Der starke Eljero Elia (47.), der überragende Marcell Jansen (59.), Tunay Torun (65.) und erneut Elia (74.) schossen den höchsten Saisonsieg der Norddeutschen heraus. Zuletzt hatten sie in der Liga am 4. Oktober in Berlin (3:1) gewonnen.

Petric sieht sich nur als "ein Baustein"

Es war auch das letzte Spiel von Beginn an für Mladen Petric, der in Nürnberg nun seine Rückkehr in die Startformation feierte.

Einen Zusammenhang zwischen der Negativserie und seinem Fehlen wollte der Kroate aber nicht herstellen: "Ich bin nur ein Baustein in dieser Mannschaft."

Labbadia sah dies schon etwas anders: "Mladen ist ein wichtiger Eckpfeiler. Man hat gemerkt, dass er wieder da ist."

Vier Punkte trennen den HSV nach dem laut Jansen "extrem wichtigen Sieg" von Spitzenreiter Leverkusen.

"Wir haben alle Möglichkeiten"

In der Europa League steht nun am Donnerstag das abschließende Vorrundenspiel bei Hapoel Tel Aviv an.

Am Sonntag kommt es dann zum brisanten Nordderby gegen Werder Bremen.

"In der Europa League wollen wir in unserer Gruppe Erster werden und dann freuen wir uns auf Sonntag. Es liegt an uns, etwas zu holen. Wir haben alle Möglichkeiten", sagte Labbadia zu den Zielen des HSV.

In Nürnberg herrschte dagegen "Enttäuschung pur", wie es Oenning ausdrückte. Auch er konnte es nicht fassen, wie sein Team nach dem 0:1 "die Flügel hängen ließ und wir uns ergeben haben. Das zeigt unsere mentale Lage im Moment. Wenn eine Stellschraube nicht greift, brechen die Dämme."

Nur Durchhalteparolen

Oenning ist nun vor dem Kellerduell in Köln als Psychologe gefragt. Am Samstag hatte er nur die üblichen Durchhalteparolen parat.

"Wir sind in einer sehr schwierigen Phase, wir müssen als Mannschaft und Verein da durch. In Köln gilt es, mit aller Macht was mitzunehmen. Da haben wir eine neue Chance, in die Spur zurückzukehren", sagte er.

Seine junge Mannschaft sei "gefestigt genug, sich den Dingen zu stellen. Wir wollen weiter an uns glauben", fügte er an und blickte schon einmal ein paar Wochen voraus:

In der Winterpause sei "eine Konsolidierung" angesagt, "da müssen wir dann aus unseren Fehlern lernen".

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