Die Patzer von Gladbach und Hannover waren so haarsträubend, dass man Manipulation ausschließen kann. Denn das Niveau ist so schlecht.

Der Gedanke dürfte am Samstagnachmittag vielen durch den Kopf gegangen sein:

Wie viel Geld man wohl bei asiatischen oder sonstigen Wettanbietern hätte gewinnen können, wenn man beim Spiel zwischen Gladbach und Hannover auf Folgendes gesetzt hätte:

Richtiges Ergebnis (5:3), Zahl der Eigentore (drei - Bundesliga-Rekord!, davon zwei vom selben Spieler) sowie einmal Gelb-Rot gegen Verlierer Hannover.

Wer den Beteiligten Böses will und nach den letzten Entwicklungen im neuesten Wettskandal den Glauben an Zufälle im Fußball verloren hat, der fand bei einem der kuriosesten Spiele der Liga-Geschichte genug Stoff für Zweifel.

[image id="c81def84-65d3-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Die haarsträubenden Eigentore der Gäste waren ebenso wie die Patzer des Heimteams - allen voran Jaures' Torvorlage zum 3:4 - so dilettantisch, dass man schon nicht mehr an Absicht glauben kann.

Traurig genug, dass man nach den Manipulationen von Hoyzer und Co. überhaupt an solche Dinge denken muss.

Die Wahrheit ist wohl eher, dass mehr als die Hälfte der Bundesligisten immer dafür gut sind, auf ihre Kosten für die Lacher des Wochenendes zu sorgen.

Schon mit dem Tabellenneunten Mainz 05 beginnt das graue Mittelfeld, das sich bis in die Abstiegszone zieht.

Auch besser postierte Teams wie der Tabellen-12. Freiburg (schlechteste Heimelf der Hinrunde) oder der 14. Köln (schlechteste Offensivmannschaft seit 21 Jahren) stehen noch über dem Strich, ebenso wie die beim 1:5 vom FC Bayern nach allen Regeln der Kunst verprügelten Bochumer.

Weil Stuttgart, Nürnberg und vor allem Ex-Meisterkandidat Hertha BSC tatsächlich noch schlechter sind.

So kann sogar das Schlusslicht Berlin aus der Schwäche der Kellerkinder Hoffnung für die Rückrunde ziehen, Spannung bis zum Saisonende ist so gut wie sicher.

Und auch die zu erwartende Dramatik an der Spitze nährt sich aus der fehlenden Konstanz der Topteams, am Samstag zu erkennen an der Heimpleite von Werder Bremen gegen Schalke.

Und so sind die vor einem Monat noch abgeschriebenen Münchner wieder ganz nah dran an der Herbstmeisterschaft.

Und sollte ausgerechnet der "ewige Zweite" Bayer Leverkusen trotzdem den Vorsprung in die Weihnachtspause retten, wird das beim Rekordmeister auch keinen nervös machen. Wetten, dass?

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel