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Mario Gomez (l.) und Ivica Olic wechselten im Sommer zum FC Bayern © getty

Ivica Olic und Mario Gomez brillieren derzeit im Bayern-Sturm wie auf Bestellung. Bestes Beispiel: der 5:1-Sieg in Bochum.

Von Mathias Frohnapfel

München - Er läuft und läuft und läuft: Der Akku von Ivica Olic scheint im Moment unerschöpflich zu sein.

Und wenn die Bayern im Zwei-Tages-Rhythmus spielen müssten, der Kroate würde wohl nicht aufhören zu grinsen. Ein Doppelpack zum 5:1 gegen Bochum183903(Die Bilder), der umjubelte Führungstreffer beim Champions-League-Triumph in Turin - diese Leistungen beflügeln.

Gemeinsam mit Mario Gomez hat Olic in sechs Spielen zehn Tore erzielt.(Datencenter: Ergebnisse und Tabelle).

Tore sind die beste Währung

Der neue Münchner Traumangriff wirbt mit Werten für sich, an denen kein Trainer vorbeisehen kann: Tore.

"Ich bin sehr zufrieden?, sagte daher Louis van Gaal nach dem Kantersieg im Ruhrpott. Die Aussage darf man getrost auch auf die Stürmer beziehen.

Aus Sicht des Bayern-Coachs ist ja ohnehin bekanntermaßen der größte Unterschied zu den Erfolglos-Wochen zuvor, dass "wir jetzt die Tore schießen".

Olic und Gomez passen

Ivica Olic gab derweil lächelnd zu, dass er schon etwas k.o. sei. "Aber jetzt habe ich ja eine Woche Pause."

Von Spiel zu Spiel ergänzen sich Olic und Gomez immer besser. Das Verrückte dabei ist, dass keiner der beiden dafür sein Spiel besonders umstellen muss.

Olic wirbelt und kämpft wie zu besten Hamburger Zeiten, während Gomez sich in seinem Revier als Mittelstürmer sehr wohl fühlt.

"Das sind keine Glückstreffer"

Gomez trifft im Moment in Serie, war nun viermal in Serie erfolgreich. "Wir spielen uns die Tore schön heraus, das sind keine Glückstreffer", erklärt Gomez selbstbewusst den neuen Lauf.

Und fügte hinzu: "Es macht wieder Spaß. Wir gewinnen die Spiele, ich kann meine Tore dazu beitragen. Das ist schöner als auf der Bank zu sitzen."

Dort findet sich hingegen derzeit Miroslav Klose. In Turin musste er 90 Minuten zusehen, in Bochum stand er wegen einer Oberschenkelverletzung nicht im Kader.

Zu Kloses Pech harmonieren Gomez und Olic prächtig, während die Angreifer Klose/Gomez bei ihren gemeinsamen Einsätzen bisweilen wie zwei Tänzer wirkten, die im gleichen Moment auf dieselbe Stelle treten wollten. Zwei ausgebildete Mittelstürmer eben.

Bleibt Klose in München?

Die ersten Spekulationen zu Klose lassen nicht auf sich warten. Die "Bild" bringt ihn etwa mit Hamburg in Verbindung.

Christian Nerlinger nervt dieses neue Thema. "Über Kloses Qualitäten müssen wir nicht diskutieren und er wird auch sicherlich seinen Weg bei Bayern München weitergehen", stellte der FCB-Sportdirektor jetzt bei "Liga total" fest.

Auf der anderen Seite wird Klose immer das Nationalteam und die WM 2010 im Kopf haben. Bessere Argumente als im Verein zu spielen und Tore zu machen gibt es eben auch für den WM-Torschützenkönig von 2006 nicht.

System gefällt

Immerhin: Das 4-4-2-System, das die Roten jetzt wieder erfolgreich praktizieren, sagt auch Klose zu. Das gilt auch, selbst wenn Trainer van Gaal bald mit der Rückkehr von Franck Ribery - voraussichtlich gegen Berlin - wieder auf 4-3-3 umstellen dürfte.

Eine Kampfansage an die Sturmkollegen hat Klose auch schon abgeben. Die beiden Kernsätze: "Ich bin sicher, dass ich zu meinen Einsätzen komme. Wer mich kennt, weiß, dass ich zurückschlagen werde."

Tonis Wechsel rückt näher

Nach der Winterpause wird es Klose wohl mit einem Konkurrenten weniger zu tun haben. Der Wechsel von Luca Toni wird immer konkreter, die Kluft zwischen Trainer van Gaal und dem stolzen Italiener scheint so groß wie die Fahrtstrecke von München zum Brenner.

Nerlinger wägt dennoch ab und sagt: "Es ist keine Faktenlage, dass Luca Toni den Verein verlässt."

Trotzdem: Toni blieb am Samstag in München, obwohl er einsatzfähig gewesen wäre.

Laut "Corriere dello Sport" könnte schon in den nächsten Tagen ein Gespräch zwischen Bayern-Verantwortlichen und Tonis Berater Tullio Tinti stattfinden.

"Kloni", das Duo Klose und Toni, ist auf jeden Fall in München Vergangenheit, "Golic" (Gomez/Olic) die Gegenwart.

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