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Der VfL Wolfsburg steht nach 16 Spieltagen nur auf Platz neun der Tabelle © imago

Nach der Heimblamage gegen Dortmund gerät VfL-Coach Armin Veh mehr und mehr in die Kritik. Klopp schwebt auf Wolke sieben.

Wolfsburg - Als die Krise des Deutschen Meisters VfL Wolfsburg einen neuen Tiefpunkt erreicht hatte, schallte dem umstrittenen Trainer Armin Veh Volkes Unmut entgegen.

Mit einem gellenden Pfeifkonzert und ersten "Armin-raus"-Rufen quittierten die VfL-Fans die 1:3-Pleite gegen Borussia Dortmund und den Absturz in die Grauzone der Liga 183903(die Bilder).

Nur 203 Tage nach dem umjubelten Titelgewinn haben die Wolfsburger fast schon alles verspielt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Aus in DFB-Pokal und Champions League, dazu der neunte Platz in der Liga - bei der anschließenden Weihnachtsfeier der Niedersachsen gab es viele lange Gesichter.

"Der absolute Tiefpunkt"

"Mir ist weder nach Weihnachten noch nach Feiern zu Mute", sagte Geschäftsführer Jürgen Marbach und ergänzte:

"Im Umfeld des Vereins war es zuletzt immer noch sehr ruhig, aber das dürfte sich nun ändern. Das ist der absolute Tiefpunkt."

In der Tat dürften auf Veh ungemütliche Zeiten zukommen.

Der Nachfolger von Meistertrainer Felix Magath besitzt in Wolfsburg nicht mehr allzu viel Kredit.

Frustrierter Veh

Bereits beim letzten Heimspiel wurde ein Plakat mit der Aufschrift "Veh - ein Vehler" ausgerollt.

Veh erklärte indes die vierte Heimpleite der Saison mit den Enttäuschungen der letzten Wochen, insbesondere dem unglücklichen Ausscheiden in der Champions League gegen Manchester United (1:3) am vergangenen Dienstag.

"Wir haben viele Nackenschläge bekommen. Das hat man im Spiel gesehen. Wenn man dann nach zehn Minuten 0:2 hinten liegt, werden die Beine schwer", sagte der Coach.

"Wir müssen uns zusammenreißen"

Er blickte bereits auf den Hinrunden-Abschluss bei Eintracht Frankfurt: "Wir müssen uns zusammenreißen und punkten."

Ein Doppelschlag von BVB-Torjäger Lucas Barrios (8./10. Minute) brachte die Gäste bereits früh mit 2:0 in Führung.

Patrick Owomoyela erhöhte noch vor der Pause auf 3:0 (36.). Die "Wölfe" kamen dagegen nur noch zum Ehrentreffer durch den eingewechselten Brasilianer Grafite (55.). "Dortmund hat uns in der ersten Halbzeit gezeigt, wie Fußball geht."

Riether hat keine Erklärung

"Ich habe keine Erklärung für die Leistung. Es hat alles nicht geklappt. Die Dortmunder waren immer einen Schritt schneller", räumte Wolfsburgs Sascha Riether ein.

Ein Donnerwetter von Veh zur Pause blieb offenbar aus:

"Jeder Spieler muss sich an der Ehre packen. Da muss der Trainer eigentlich überhaupt nichts sagen", bestätigte Riether.

Hochzufriedener Klopp

BVB-Trainer Jürgen Klopp war dagegen hochzufrieden:

"Wir hatten eine tolle Balleroberung, haben sehr gut umgeschaltet."

"Dass wir die Dominanz nicht über 90 Minuten halten konnten, finde ich nicht so dramatisch. Das waren toll erkämpfte Tore."

Und Verteidiger Neven Subotic kommentierte: "Die Mannschaft hat sich gefunden. Jeder arbeitet 90 Minuten lang am Limit. Das ist entscheidend für den Erfolg, den wir im Moment haben."

Auch sein Trainer lobte diese Moral und befand: "Wir waren giftig und gierig."

Es waren Eigenschaften, die den "Wölfen" in dieser Begegnung fehlten.

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