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Bernd Hoffmann ist seit 2003 Vorstandsvorsitzender beim HSV © imago

Im DSF-Doppelpass spricht Hamburgs Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann über den aktuellen Erfolg des Tabellenführers.

München - Mit einem 1:0-Sieg über Borussia Mönchengladbach hat der Hamburger SV die Tabellenspitze zurückerobert. Die Fans träumen bereits vom ersten Meistertitel seit 1983.

Doch Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann versucht die gestiegenen Erwartungen zu dämpfen.

"Aktuell ist das eine Momentaufnahme und wir werden auch weiterhin die Politik der kleinen Schritte fahren, um so lang wie möglich mit oben dabei zu sein", erklärt der HSV-Boss im DSF.

Außerdem äußert sich Hoffmann über die langfristigen Ziele seines Vereins, Trainer Martin Jol und die Bayern-Niederlage in Hannover.

Bernd Hoffmann im Doppelpass über...

?die Tabellenführung des HSV:

"Wir sind wirklich erst am 6. Spieltag, da muss man die Kirche im Dorf lassen. Aktuell ist das eine Momentaufnahme, und wir werden auch weiterhin die Politik der kleinen Schritte fahren, um so lang wie möglich mit oben dabei zu sein. Ich möchte bis 2011 gern unter die 20 Top-Klubs in Europa. Das ist ein Anspruch, den man haben muss, wenn man aus einem der größten Fußballmärkte in Europa kommt. Ich sehe uns auf einem guten Weg."

...HSV-Trainer Martin Jol:

"Es sind erst sechs Spieltage gespielt, wir wollen da noch nichts überbewerten. Aber natürlich ist Martin Jol genau die richtige Fortführung von all dem, was wir in den letzten Jahren gemacht haben.

Er macht sehr gute Arbeit und ist so ein bisschen der Fels in der Brandung in der Hamburger Landschaft. Er schafft es, jetzt alle zu erden, auch wenn wir mal Erster sind."

...die Niederlage des FC Bayern in Hannover:

"Man sollte das ganz ruhig sehen. Wir haben den 6. Spieltag. Die Bayern sind im Pokal weitergekommen und haben ihr erstes Champions-League-Spiel gewonnen.

Natürlich ist das ein mittleres Drama, sie haben aktuell fünf Punkte Rückstand auf Platz eins. Das muss sich erst einmal finden."

...das Rotationsprinzip von Jürgen Klinsmann:

"Als wir gegen die Bayern gespielt haben, war das noch nicht der Fall. Da hatte man den Eindruck, das sei die A1-Mannschaft, die da gespielt hat.

Das war aber genauso eine Herausforderung, als wenn man am 6. Spieltag gegen eine Mannschaft spielt, die drei, vier Spieler auf dem Platz hat, die nur zum erweiterten Kader gehören.

Aber andere Mannschaften, wie Schalke und Bremen, die solche Doppelbelastungen haben, haben das Problem ja auch. Bei Bayern wird es nur immer sehr sichtbar, weil immer irgendeiner auf der Bank sitzt, den man aus der Nationalmannschaft kennt."

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