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Dieter Hoeneß war bis zum Sommer Manager bei Hertha BSC Berlin © getty

Wunschkandidat Heldt sagt den Hamburgern ab, die sich Zeit lassen. Zwei Bundesliga-Manager und ein Ehemaliger sind die Favoriten.

Von Martin Volkmar

München/Hamburg - Die seit Sommer andauernde Sportdirektoren-Suche beim Hamburger SV wird wohl noch einige Zeit andauern.

Zwar hatten sich die Hanseaten auf Horst Heldt vom VfB Stuttgart als Wunschkandidat auf die Nachfolge von Dietmar Beiersdorfer festgelegt.

Der 40-Jährige bestätigte die Kontaktaufnahme des HSV, sagte aber ab.

"Wir haben zurzeit andere Probleme. Das ist für mich kein Thema", erklärte Heldt, bei den Schwaben noch bis 2013 unter Vertrag, auf Anfrage von Sport1.de.

Verein lässt sich Zeit

Die Hamburger wollen sich nun weiter Zeit lassen. Dies erklärte Aufsichtsratschef Horst Becker nach einer Sitzung des Gremiums.

"Wir haben offen diskutiert, eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen", sagte er.

"Wir wollen im Winter eine Lösung präsentieren. Aber der Winter dauert bekanntermaßen bis zum Februar."

Damit steht praktisch fest, dass der HSV die Saison ohne Sportdirektor zu Ende spielen wird. Entsprechend größer wären die Chancen, einen neuen Mann bei einem Klub zur neuen Spielzeit loszueisen.

Favoriten Bader, Schmadtke, Hoeneß

Als Kandidaten werden Nürnbergs Martin Bader, Hannovers Jörg Schmadtke sowie Dieter Hoeneß, bis zum Sommer Manager bei Hertha BSC, genannt.

Bader hatte entsprechende Meldungen am Wochenende bereits zurückgewiesen: "Das ist völlig aus der Luft gegriffen."

Allerdings steht Bader nach der Talfahrt des Clubs schwer in der Kritik, sogar anonyme Morddrohungen hatte es nach dem 0:4 am Samstag gegen den HSV gegen den gebürtigen Schwaben gegeben. (DATENCENTER: Die Tabelle)

Vielleicht doch noch Heldt?

Vielleicht läuft es am Ende doch noch auf Heldt hinaus, denn nach Informationen der "Hamburger Morgenpost" sei die Absage lediglich als "branchenübliches Taktieren" zu verstehen.

Tatsache ist jedenfalls, dass der Manager in Stuttgart massiv in der Kritik und wird vom eigenen Anhang maßgeblich für die Krise und das Abrutschen auf Platz 15 verantwortlich gemacht wird.

Unbestätigten Berichten zufolge soll sich VfB-Aufsichtsrat Dieter Hundt vor einigen Wochen sogar mit Jürgen Klinsmann und Dieter Hoeneß, Stuttgarter Manager bei der Meisterschaft 1992, getroffen haben. Dies wurde aber von allen Seiten dementiert.

Dennoch steht Heldt auch nach dem Trainerwechsel von Markus Babbel zu Christian Groß weiter unter enormem Druck.

Daher wäre es nachvollziehbar, wenn sich der Meister-Manager von 2007 einer neuen Herausforderung zuwenden würde.

Auch Schalke will Heldt

Dabei ist auch Schalke 04 ein Kandidat, denn die Gelsenkirchener wollten Held schon gemeinsam mit Felix Magath im Sommer holen.

"Er würde kommende Saison perfekt zu Schalke passen", hatte Magath schon nach seiner Verpflichtung erklärt.

Und Schalke-Boss Clemens Tönnies meinte damals sogar: "Horst Heldt ist ein Top-Mann, er will zu uns. Das ist in der Pipeline."

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