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Daniel van Buyten köpfte die Bayern mit 1:0 in Führung © getty

Gegen harmlose Berliner feiert der Rekordmeister einen deutlichen Pflichtsieg. Van Buyten leitet das Schützenfest ein.

München - Bayern München hat seinen Höhenflug auch zum Abschluss der Hinrunde fortgesetzt.

Der deutsche Rekordmeister besiegte Schlusslicht Hertha BSC Berlin hochverdient mit 5:2 (3:0) und bleibt nach dem sechsten Pflichtspielsieg in Folge in Lauerstellung zur Spitze.

Aufgrund der Leistung im letzten Spiel vor der Winterpause konnten die Bayern es auch gut verkraften, dass das vom Präsidenten Uli Hoeneß augerufene Zwischenziel Herbstmeisterschaft verpasst wurde.

Die seit 16 Spielen sieglosen Berliner, die wie ein Absteiger auftraten, können nach der schlechtesten Hinrunde ihrer Bundesliga-Geschichte den Klassenerhalt wohl nur noch mit viel Glück und größter Kraftanstrengung realisieren.

Die Hertha überwintert mit mindestens sieben Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

Die Arena als Kühlschrank

Vor 69.000 Zuschauern hatten die Bayern bei Temperaturen von minus zehn Grad, anhaltendem Schneefall und glattem Untergrund im Arena-"Kühlschrank" von Beginn an leichtes Spiel gegen eine einmal mehr erschreckend schwache Hertha.

In der 16. Minute brachte Daniel van Buyten die Münchner in Führung. Mario Gomez mit seinem achten Saisontor (31.) und Arjen Robben in der 33. Minute erhöhten noch vor der Pause auf 3:0. In der 60. Minute gelang Thomas Müller nach tollem Pass des starken Robben das 4:0.

Schönheitsfehler war ein Tor von Adrian Ramos in der 71. Minute, ehe Ivica Olic in der 77. Minute auf 5:1 erhöhte. Den Schlusspunkt setzte Raffael (90.).

Robben von Beginn an

Robben stand bei einem Bundesligaspiel erstmals seit knapp drei Monaten wieder in der Startformation.

Der Niederländer hatte beim 0:1 in Hamburg am 26. September letztmals von Beginn an gespielt und kam seitdem wegen einer langwierigen Knieverletzung nur noch auf vier Kurzeinsätze.

Dafür fehlte neben dem gesperrten Kapitän Mark van Bommel erneut Mittelfeldstar Franck Ribery. Der Franzose wollte gegen die Hertha eigentlich sein Comeback feiern, musste diesmal jedoch wegen einer Nagelbettentzündung im Fuß passen.

Schläfrige Hertha-Abwehr

Doch auch ohne Ribery hatten die Bayern keine Probleme.

Nachdem Torjäger Gomez in der 9. und 12. Minute noch zwei gute Möglichkeiten ausgelassen hatte, traf Abwehrchef van Buyten nach einem Eckball von Holger Badstuber per Kopf zur Führung.

Dabei hielt die Hertha-Abwehr inklusive Torwart Jaroslav Drobny ein Nickerchen.

Eiskalt zugeschlagen

Nach der Führung ließen es die Münchner gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht zunächst etwas ruhiger angehen, ohne dabei die Kontrolle abzugeben.

Dann schlugen sie aber durch Gomez nach Flanke von Philipp Lahm und Robben nach Vorarbeit von Gomez zweimal eiskalt zu.

Hertha kam vor dem Wechsel nur zweimal gefährlich vor das Münchner Tor: Maximilian Nicu scheiterte beide Male aber kläglich.

Identisches Bild

In der zweiten Hälfte bot sich den fröstelnden Fans das gleiche Bild: dominante Bayern, harmlose Berliner.

Die hatten in der 49. Minute Glück, dass Gomez freistehend nicht entschlossen genug war. Nur einmal wurde es für die Münchner gefährlich, als Lukasz Piszczek den Außenpfosten traf (57.).

Die Antwort durch Müller kam jedoch postwendend - 4:0. Fünf Minuten später traf Bastian Schweinsteiger bei einem Freistoß das Lattenkreuz.

Kleines Weihnachtsgeschenk

Kurz darauf rettete Drobny gegen Gomez, ehe der Argentinier Demichelis noch einen Schuss von Ramos ins eigene Netz abfälschte und Olic nach erneuter Vorarbeit von Gomez seinen sechsten Saisontreffer erzielte.

Das letzte Tor von Raffael ging dann als eine Art Weihnachtsgeschenk der Bayern für Berlin durch: Die leisteteten bei dem Kopfball keine Gegenwehr.

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