Ähnlich kompetent wie Günther Jauch
Juli: Real Madrid will sich dafür entschädigen, dass es im Poker um Leonard Kweuke leer ausgegangen ist und buhlt um Franck Ribery. Eigentlich buhlen den gesammelten Medienberichten zufolge alle Vereine der Welt um Franck Ribery. Außer Hoffenheim, denn Ralf Rangnick sieht Ribery kritisch. Nach seinen Informationen ist er so oft nach Handtaschen befragt worden, dass er mittlerweile schon denkt, er wäre so gut wie Ribery. Real buhlt aber am heftigsten - verzweifelt jedoch an Hoeneß' Preisforderung von 50 Millionen Euro. Pro Bein. Hoeneß ist irgendwie doch nicht Mutter Teresa.
August: Nach unzähligen Wirrungen und Wendungen - ungefähr in der Höhe von Mario Gomez' torlosen Minuten im DFB-Dress - ist das Wechseltheater vorbei und es steht fest: Beide Beine von Ribery bleiben in München. Gut für Bayern, die aber unter dem neuen Coach Louis van Gaal trotzdem schlecht starten und am absoluten Tiefpunkt ihrer Vereinsgeschichte angelangt sind. Dann aber kaufen sie noch rechtzeitig zum Monatsende beide Beine von Arjen Robben...
September: ... und gewinnen mit ihm drei Ligaspiele in Folge, womit sie am absoluten Höhepunkt ihrer Vereinsgeschichte angelangt sind.
Oktober: Die Bayern schweben irgendwo zwischen dem absoluten Höhe- und dem absoluten Tiefpunkt ihrer Vereinsgeschichte, am absoluten Tiefpunkt ist aber in jedem Fall Mario Gomez. Louis van Gaal merkt, dass er schlechter ist als Leonard Kweuke, setzt ihn auf die Bank und verliert das Vertrauen in ihn. Das ist ein schwerer Schlag für Gomez, gerade, weil er wenig später in der "Bild" liest, dass van Gaal nach eigener Aussage Gott ist. Gott gilt - so viel muss man wissen - als ähnlich kompetent wie Werner Lorant und Günther Jauch. Apropos Jauch: Der erklärt, dass Manuel Neuer im Winter zu Bayern kommt. Er muss es wissen.
November: Der FC Bayern ist schon wieder am absoluten Tiefpunkt der Vereinsgeschichte angelangt. Er ist jetzt so tief am absoluten Tiefpunkt, dass Philipp Lahm in einem seitenlangen Zeitungsinterview zur Generalkritik ausholt. Gelesen hat es keiner ganz, es soll hauptsächlich um Handtaschen gegangen sein. Wie auch immer: Uli Hoeneß' Abtritt als Manager ist verdorben.
Dezember: Die Bayern sind nach dem Sieg in Turin am absoluten Höhepunkt der Vereinsgeschichte angelangt, so dass der Blick auch mal wieder für andere Ereignisse frei wird. An erster Stelle: Jens Lehmann gelingt es, zum Gesprächsthema bei Sybille Weischenberg zu werden ohne mit Verena Kerth schlafen zu müssen. Sybille Weischenberg - so viel muss man wissen - ist Society-Expertin und gilt in dem Bereich als mindestens ebenso kompetent wie Werner Lorant, Gott und Günther Jauch. Der hat am Ende des Jahres auch wieder einen Jahresrückblick moderiert. Jürgen Klinsmann war dabei, Jens Lehmann leider nicht - die schönsten Eskapaden hob er sich frecherweise bis nach Redaktionsschluss auf. Und auch Leonard Kweuke war nicht da. Irgendwas ist in diesem Jahr schiefgelaufen.
>>> HIER geht es zurück zum ersten Teil
Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!
Zurück zur Startseite


