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Armin Veh ist seit dem 1. Juli 2009 Trainer des VfL Wolfsburg © getty

Das Remis gegen Frankfurt hat den Meister im Mittelfeld ankern lassen. In Frankfurt gibt es trotz guter Hinrunde einen Makel.

Frankfurt/Main - Der VfL Wolfsburg hat den Jahresabschluss verpatzt und ist sieben Monate nach dem Titelgewinn nur noch Mittelmaß.

Torjäger Grafite zeigte sich dabei als "Chancentod" und die Abwehr vor dem Schweizer Torhüter Diego Benaglio ähnelte - mal wieder - eher einem löchrigen Käse als einem undurchdringlichen Riegel.

Trotz des 2:2 (1:1) bei Eintracht Frankfurt und dem siebten Pflichtspiel in Folge ohne Sieg ist die Zukunft von Trainer und Manager Armin Veh aber als Rudelführer der "Wölfe" erstmal gesichert.

"Definitiv nicht zufrieden"

"Unter dem Strich zählen nur die Ergebnisse und Punkte - damit können wir nach der Hinrunde definitiv nicht zufrieden sein", sagte Veh selbstkritisch. (DATENCENTER: 17. Spieltag)

Über mögliche Konsequenzen wollte der 48-Jährige aber nach wie vor nicht spekulieren: Sein Verhältnis zum mächtigen VfL-Aufsichtsrat sei gut.

Wie auch immer alles ausgehen werde, Rückendeckung erhält der Trainer allerdings von Seiten des Aufsichtsrats:

"Wir lassen uns nicht von kleinen Misserfolgen aus unserer Strategie bringen. Das ist nicht VW. Der Trainer steht nicht zu Diskussion", sagte Francisco Javier Garcia Sanz, Vorsitzender des Aufsichtsrats bei "Sky".

Team unterstützt Veh

Auch die Mannschaft weiß Veh hinter sich. Kapitän Josue sprang dem Coach nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 (69.) demonstrativ in die Arme, Nationalspieler Christian Gentner brach nach dem Schlusspfiff eine Lanze für Veh.

"Wir führen im Team diese Diskussion nicht,. Der Trainer kann ja nichts dafür, wenn wir zu wenig aus unseren Chancen machen, oder blöde Gegentore bekommen. Die Mannschaft ist intakt", meinte Gentner.

Er blickte kämpferisch ins neue Jahr und sagte: "Wir haben die internationalen Plätze noch nicht aus den Augen verloren."

Probleme beim Traumduo

Zunächst überwintert der VfL aber auf Rang acht - auch, weil das einstige Traumduo Edin Dzeko und Grafite zu viele Möglichkeiten vergab.

Dzeko glich zwar den Rückstand durch Eintracht-Verteidiger Maik Franz (26.) mit seinem siebten Saisontor (37.) aus. Doch der Bosnier ließ weitere Großchancen (39. und 46.) ebenso ungenutzt wie Sturmpartner Grafite.

Der Brasilianer traf innerhalb von einer Minute (18. und 19.) erst Eintracht-Schlussmann Oka Nikolov und dann das Außennetz.

Meier gleicht aus

Am Ende bestrafte Alexander Meier die ohne ihren verletzten Spielmacher Zvjezdan Misimovic angereisten Wolfsburger mit dem Tor zum 2:2-Endstand für die fahrlässige Chancenverwertung.

"Das Spiel war ein Spiegelbild der gesamten Hinrunde. Wir haben uns einmal mehr um den Lohn gebracht", analysierte Veh, der die Startelf nach dem 1:3 gegen Borussia Dortmund auf fünf Positionen verändert und dabei auch Nationalspieler Marcel Schäfer auf die Bank gesetzt hatte.

Freude am Main

Dagegen freute sich die Eintracht über die beste Hinrunde seit der Herbstmeisterschaft 1993.

"Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, weil wir die vielen Ausfälle gut kompensiert haben", erklärte Trainer Michael Skibbe nach dem vierten Spiel in Folge ohne Niederlage in seinem "Glücksmantel".

Auch Vorstandsboss Heribert Bruchhagen zog ein zufriedenes Zwischenfazit: "Wir haben uns nach einem kleinen Tief außerordentlich gut gefangen."

Skibbe sieht Schwachstellen

Eitel Sonnenschein herrscht in Frankfurt aber trotzdem nicht. Skibbe liegt schwer im Magen, dass nach dem geplatzten Wechsel von Spielmacher Lincoln auch der Transfer von Stürmer Theofanis Gekas, der zu Schlusslicht Hertha BSC Berlin wechselt, geplatzt ist.

Skibbe kündigte an, auch in Zukunft unbequem den Finger in die Wunden zu legen: "Ich werde weiter meine Meinung äußern. Ich bleibe die Lokomotive."

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