Mit Jupp Heynckes, Felix Magath und Louis van Gaal stehen nach dem Ende der Hinrunde drei Trainer-Routiniers mit ihren Teams oben.

"Abgerechnet wird zum Schluss", ist eine der Formulierungen, für die man im DSF-Doppelpass sicher drei Euro ins Phrasenschwein zahlen muss.

Natürlich kann sich niemand etwas für die Herbstmeisterschaft kaufen, aber dennoch kann man nach dem Ende der Hinrunde den alten Trainer-Füchsen Jupp Heynckes und Felix Magath nur gratulieren.

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Heynckes blieb mit Leverkusen 17 Mal ungeschlagen, das schafften vor ihm nur zwei Trainer: Ernst Happel (1982/83 mit dem Hamburger SV) und 1988/89: Jupp Heynckes.

Beide wurden Herbstmeister und gewannen anschließend den Titel. Ob der mit 64 Jahren älteteste Bundesligatrainer dieses Kunststück mit der jungen Leverkusener Mannschaft wiederholen kann, bleibt abzuwarten.

Auf jeden Fall war die Art und Weise, wie Bayer gegen Mönchengladbach den 1:2-Rückstand noch in einen Sieg verwandelte, die beste Antwort auf die kritischen Stimmen, die vermutet hatten, Leverkusen könnte, wie so oft in der Vergangenheit, wieder einmal Nerven zeigen.

Leverkusen strafte die Zweifler Lügen, gewann dank seiner herausragenden Offensive 3:2 und steht völlig zu Recht an der Tabellenspitze.

Und das, obwohl mit Kapitän Simon Rolfes, Spielmacher Renato Augusto und Nationalstürmer Patrick Helmes gleich drei Leistungsträger verletzungsbedingt einen Großteil der Hinserie verpasst haben.

Schalkes 1:0 gegen Mainz war ebenfalls ein typischer Erfolg der Magath-Truppe, die allerdings mehr durch Effizienz als durch spielerische Brillanz überzeugte. Die Königsblauen gingen in zehn von 17 Spielen als Gewinner vom Platz ? mehr Siege schaffte niemand.

Magath, mit 56 Jahren der drittälteste Bundesligacoach, formte aus vermeintlich satten Stars wie Kevin Kuranyi, Jefferson Farfan oder Marcelo Bordon und jungen Nobodies wie Christoph Moritz, Lukas Schmitz oder Joel Matip eine kompakte Mannschaft, die viele Gegner verzweifeln ließ.

Anders als in Wolfsburg konnte Magath in Gelsenkirchen finanziell nicht aus dem Vollen schöpfen, doch er löste die schwierige Situation bisher meisterlich.

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten hat auch Louis van Gaal, Jahrgang 1951, den FC Bayern in die Spur gebracht. Zwar hat der Niederländer den Rekordmeister noch nicht ganz an die Tabellenspitze geführt, aber, wie schon Uli Hoeneß einst sagte: "The trend is your friend".

Mit vier Pflichtspielsiegen in Folge sind die Bayern wieder in Schlagdistanz, dementsprechend kämpferisch waren die Stimmen nach dem 5:2 gegen Hertha. Die Herbstmeisterschaft sei den Leverkusenern gegönnt, aber die Schale solle im Mai bitte schön nach München zurückkehren.

Und der Meister aus Wolfsburg?

Dümpelt mit elf Punkten Rückstand auf Leverkusen im Mittelfeld herum. Eine ähnliche Aufholjagd wie in der vergangenen Saison, als der VfL in der Rückserie neun Zähler Rückstand aufholte, werden die "Wölfen" wohl nicht noch einmal hinlegen.

Trainer Armin Veh würde auch irgendwie nicht in die Spitzengruppe passen. Er ist schließlich erst 48.

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