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Uli Hoeneß wurde mit 27 Jahren Manager des FC Bayern © imago

Im DSF-Doppelpass spricht der Bayern-Präsident über den Italiener, den Job von Trainer Louis van Gaal und einen Knackpunkt.

München - Der FC Bayern und Luca Toni gehen im Januar wohl getrennte Wege.

Laut Präsident Uli Hoeneß liegt dem Rekordmeister derzeit zwar noch kein konkretes Angebot vor.

"Wir sind aber bereit, ihn kostenlos auszuleihen oder abzugeben", sagte Hoeneß im DSF-Doppelpass 186162(DIASHOW: Bilder des Spieltags).

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hatte unlängst noch seine Hoffnung geäußert, Toni trotz dessen angespannten Verhältnisses zu Trainer Louis van Gaal in München halten zu können.

"Wir werden uns in der Winterpause mit diesem Thema nochmals auseinandersetzen und versuchen, zwischen beiden zu vermitteln", hatte Rummenigge gesagt.

Hoeneß sieht die Bayern jedoch auch ohne Toni im Angriff mit Mario Gomez, Miroslav Klose und Ivica Olic sowie dem jungen Thomas Müller gut aufgestellt.

"Ich bin mir sicher, dass wir einen sehr, sehr guten Sturm haben", sagte er. An Toni sollen Inter Mailand und der AS Rom aus der italienischen Serie A interessiert sein.

Kontinuität in der ersten Elf

Insgesamt lobt Hoeneß die Kontinuität - speziell bei der Aufstellung (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Die Mannschaft spielt mehr nach vorne, sie haben das Passspiel verinnerlicht. Das Selbstvertrauen ist jetzt da. Der Pass, der 14 Tage zuvor nicht angekommen ist, kommt jetzt an."

Die Position van Gaals sei - auch in der zwischendurch enorm angespannten Phase - nie gefährdet gewesen.

"Wenn wir aber irgendwann das Gefühl haben, es geht nicht mehr, dann muss du dir über Alternativen Gedanken machen. So lang das Gefühl aber noch da ist, dass etwas geht, da muss man doch nicht über den Trainer nachdenken", konstatierte er.

Eine Standpauke habe sich aber auch der Niederländer anhören müssen.

"Den Spruch 'Das sind nicht meine Spieler' wird er nie mehr machen, davon bin ich überzeugt. Das ist natürlich kritisch angesprochen worden. Es kann nicht sein, dass ein Trainer sich von Spieler, die der Verein verpflichtet hat, distanziert", erklärte der Präsident.

Knackpunkt Juve

Der Knackpunkt in der Hinrunde sei aber dann das Rückspiel gegen Juventus Turin (4:1) gewesen. "Das war eine Demonstration. Jetzt müssen wir auch die Großen in der Bundesliga schlagen", stellte er klar. Er selbst wolle sich hingegen ein wenig zurückhalten - das könne Wochen oder Monate gehen.

"Ich werde nicht jeden Tag an der Säbener Straße sein, aber ich werde sicherlich ein-, zweimal die Woche da sein oder wenn ich gebraucht werde", verriet er.

Komplett wird er sich wahrscheinlich nie zurückziehen können, zu viel seines Herzbluts steckt in dem Klub, den er einst im zarten Alter von 27 Jahren als Manager übernahm.

Hinweis ein Klinsmann

Sauer stoßen ihm immer noch die jüngsten kritischen Äußerungen von Ex-Bayerntrainer Jürgen Klinsmann auf.

"Das Interview hat überhaupt keine Selbstkritik enthalten. Und es verstößt ganz klar gegen einige Klauseln im Abfindungsvertrag, die der FC Bayern mit ihm gemacht hat", zürnte Hoeneß.

Er fügte an: "Es war Verschwiegenheit vereinbart. Trotzdem haben wir gesagt, dass wir nicht darauf reagieren wollen und ich würde Jürgen Klinsmann dringend raten, das auch so zu sehen."

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