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Luca Toni (l.) hat in 60 Bundesligaspielen 38 Tore für Bayern erzielt © getty

Der Stürmer bestätigt Verhandlungen und will trotz Gehaltseinbußen zur Roma wechseln. Allerdings scheint auch Chelsea noch im Rennen.

München/Rom - Luca Toni kam, traf nur einen Sommer lang - und deshalb soll "Toni torlos" nun wieder gehen.

Der beim deutschen Rekordmeister Bayern München aufs Abstellgleis geschobene Weltmeister will so schnell wie möglich in seine Heimat Italien flüchten, zurück zu den Fans, seinen Freunden und seiner Mutter.

Der Stürmerstar bestätigte am Sonntag erstmals Verhandlungen mit dem italienischen Erstligisten AS Rom. Die Sehnsucht nach der Rückkehr in seine geliebte Heimat ist groß.

"Es ist noch nicht fix, aber ich will zum AS Rom wechseln und ich werde es schaffen", sagte Toni der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport".

An der Seite von Ballack?

In England wird derweil sogar spekuliert, Toni könne bald an der Seite von Michael Ballack beim FC Chelsea spielen.

Jedoch ist die Variante Rom deutlich wahrscheinlicher. Schon Anfang Januar soll der Wechsel erfolgen, die Zahlen liegen bereits auf dem Tisch.

In Italien werden Tonis Dienste noch geschätzt, doch Gehälter wie beim FC Bayern will die Roma nicht ganz zahlen.

Vertrag bis 2012 im Gespräch

Der dreimalige Meister ist anscheinend bereit, Luca Toni bis zum Saisonende ein Nettogehalt in Höhe von 1,8 Millionen Euro zu gewähren. Dies sind circa 600.000 Euro weniger, als er bei den Bayern kassiert hätte.

Der 32-Jährige soll einen Vertrag bis 2012 erhalten.

Auch der italienische Meister Inter Mailand hatte Interesse an einer Verpflichtung Tonis signalisiert, doch offensichtlich scheut der Weltmeister die prominente Konkurrenz.

"Toni hat Lust auf einen Neuanfang. Für ihn ist das Wichtigste, regelmäßig zu spielen", sagte sein Berater Tullio Tinti.

Totti freut sich auf Toni

Toni will beim dreimaligen Europapokalsieger seine Chancen verbessern, als Stammspieler der Nationalmannschaft zur WM-Endrunde in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) zu fahren.

In Rom wird er schon sehnsüchtig von Superstar Francesco Totti erwartet. "Luca ist ein solider und zuverlässiger Stürmer. Er ist der Weltmeister, den wir brauchen. Der Klub wird uns im Januar ein schönes Geschenk machen", schrieb Totti auf seiner Internetseite.

Zermürbungen und wochenlangen Entbehrungen

Das Abenteuer München, das mit 35 Toren in 41 Pflichtspielen bis zum DFB-Pokal-Finale (2:1 n.V. gegen Borussia Dortmund) begonnen hatte, scheint beendet.

Aus dem Gute-Laune-Toni, dem Torjäger, der auf kuriose Weise und ohne großen läuferischen Aufwand irgendwie den Ball ins Tor säbelte, ist ein griesgrämiger "Toni torlos" geworden. Er sprach von "Zermürbungen und wochenlangen Entbehrungen".

Weltmeister abzugeben

Mit dem neuen Trainer Louis van Gaal kam er überhaupt nicht klar, nach öffentlicher Kritik wurde zuletzt sogar suspendiert und mit einer hohen Geldstrafe belegt. Bayern München wird Toni keine Steine in den Weg legen.

"Wir sind bereit, ihn kostenlos auszuleihen oder abzugeben", sagte Präsident Uli Hoeneß, der den Italiener zum Weihnachtsfest ins Schaufenster gestellt hatte.

Dies sogar ablösefrei - dabei hatte sich der FC Bayern seinen Wunschkandidaten Toni im Sommer 2007 noch elf Millionen Euro kosten lassen, die der AC Florenz einstrich.

In der Halbzeit nach Hause

Der Anfang vom Ende war der 7. November. Während sich seine Kollegen von Bayern München zu einem 1:1 gegen Schalke 04 quälten, war Luca Toni schon längst auf dem Nachhauseweg.

In der Halbzeit von van Gaal ausgewechselt, flüchtete der stolze Italiener umgehend aus dem Stadion. Damals noch nicht in den Süden - aber bald ist es wohl soweit.

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