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Chinedu Obasi erzielte letzte Saison zwölf Tore für Hoffenheim © getty

München - In vier Wochen beginnt die Bundesliga-Saison und bei den drei Aufsteigern könnte die Situation kaum unterschiedlicher sein.

Im zweiten Teil analysiert Sport1.de die Situation bei den zwei weiteren Aufsteigern Borussia Mönchengladbach und 1899 Hoffenheim.

Mönchengladbach

Anders als beim rheinischen Rivalen Köln läuft es bei der Borussia schon ziemlich gut.

Beim 2:1 gegen Premier-League-Aufsteiger West Bromwich Albion feierte die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay den vierten Sieg im vierten Testspiel.

"Ich konnte wieder viele positive Erkenntnisse sammeln, die einzelne Spieler, aber auch die ganze Mannschaft betreffen. Wir machen von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, von Spiel zu Spiel Fortschritte", freute sich Luhukay.

Neuzugänge überzeugen

Vor allem mit den neuen Spielern zeigte sich der Niederländer zufrieden.

"Gal Alberman stellt sich überragend dar. Jan-Ingwer Callsen-Bracker hat gegen die Engländer sehr robust und konsequent gespielt und gute Aktionen im Spielaufbau gehabt", lobte Luhukay im Interview mit der "Rheinischen Post".

"Jean-Sebastien Jaures hat noch leichte Probleme, da fehlt es noch an der Abstimmung".

Wenig Erfahrung

Dass außer Oliver Neuville, Soumaila Coulibaly, Alexander Voigt, Sascha Rösler und Callsen-Bracker kaum ein Akteur große Bundesliga-Erfahrung hat, findet Luhukay nicht dramatisch.

"Wenn jeder an seine Grenze geht, haben wir eine sehr gute Mannschaft."

Einziger Wermutstropfen: Mittelfeldspieler Sebastian Schachten erlitt gegen die Engländer einen Riss im rechten Außenmeniskus. Der 23-Jährige fällt vier bis sechs Wochen aus.

1899 Hoffenheim:

Nach dem Durchmarsch von der Regionalliga in die Bundesliga konnten die Kraichgauer in dieser Woche den nächsten großen Erfolg vermelden: Inklusive der Business-Seats sind bereits rund 11.600 Dauerkarten für die Bundesliga-Premierensaison verkauft.

In den Vorbereitungsspielen gab es bisher ein 9:0 gegen Union 08 Böckingen und ein 0:0 im Nachbarschaftsduell beim ehemaligen Bundesligisten SV Waldhof Mannheim.

Nachdem Trainer Ralf Rangnick in der ersten Juliwoche mit seiner Mannschaft in Wiesensee war, steht vom 19. bis 26. Juli im österreichischen Leogang ein zweites Trainingslager auf dem Programm.

Obasi-Theater geht weiter

Immer noch nicht beendet ist das Theater um die mögliche Olympia-Teilnahme des Nigerianers Chinedu Obasi.

"Wir haben ihm nochmal deutlich gemacht, dass wir ihn hier als exponierten Spieler unbedingt brauchen", erklärte Manager Jan Schindelmeiser.

Obasi, der am Montag verspätet aus Nigeria nach Hoffenheim zurückgekehrt war, zeigte sich nach einem Gespräch mit Schindelmeiser und Rangnick einsichtig.

"Natürlich wäre ich gern bei Olympia dabei. Aber ich verstehe die Position des Vereins und bin bereit, sie zu akzeptieren", sagte der Stürmer.

Verband legt Beschwerde ein

Der nigerianische Verband nominierte den 22-Jährigen trotz Hoffenheims Freigabe-Verweigerung und reichte gegen den Verein eine Beschwerde bei der Fifa ein.

"Wenn eine Freigabe-Pflicht besteht, sind in Europa mindestens 50 Spieler betroffen, davon auch mehrere in der Bundesliga", wetterte der Rangnick in der "Rhein-Neckar-Zeitung" und forderte vom Weltverband eine Klärung der Situation.

Sollte die Fifa zu Gunsten des nigerianischen Verbandes entscheiden, könnte die Hoffenheimer noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden.

Thorsten Mesch

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