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Jermaine Jones hat in der Bundesliga für Frankfurt, Leverkusen und Schalke gespielt © getty

Im zweiten Teil des Sport1.de-Interviews spricht Jermaine Jones über seine Zukunft und die Saisonziele mit Schalke 04.

Sport1.de: Wie sehen Ihre Pläne und Ziele für die Zukunft aus?

Jones: Ich habe einen Vertrag auf Schalke, und ich fühle mich pudelwohl auf Schalke, das tut auch meine ganze Familie. Das Einzige, was ich will, ist gesund werden, den Jungs in der Rückrunde helfen und dann schauen, dass ich mit den USA die Weltmeisterschaft spielen kann.

Sport1.de: Wie würden Sie generell das Verhältnis zwischen Mannschaft und Magath beschreiben?

Jones: Er ist einfach eine extreme Respektsperson. Die früheren Trainer haben es vielleicht zu sehr über die freundschaftliche Schiene versucht und sind dann daran gescheitert. Felix Magath ist eher wie ein Vater von Allem. Und wenn er was sagt, dann hat sein Wort auch Macht. Das setzt sich dann auch auf dem Platz um.

Sport1.de: Liegt Ihnen persönlich das eher, weil Sie ja auch ein Mensch klarer Worte sind?

Jones: Für mich ist vor allem wichtig, dass der Trainer immer menschlich ist und auch das vertritt, was er vorher gesagt hat. Ich kenne Felix Magath ja noch ein bisschen aus meiner Frankfurter Zeit und bin mit ihm absolut zufrieden - auch wenn ich zurzeit nicht spiele und ab und zu frustriert bin wegen meiner Situation. Aber ich weiß ganz genau: Wenn ich fit bin und meine Leistung bringen kann, dann liege ich mit ihm sowieso auf einer Linie.

Sport1.de: Was ist von Schalke in dieser Saison noch zu erwarten?

Jones: Es ist das passiert, was von uns keiner erwartet hatte. Ein wenig ist das wie bei Wolfsburg, die in der letzten Saison durchgestartet sind. Mit dem Unterschied: Wolfsburg hat das erst in der Rückrunde geschafft und ist dann Meister geworden. Wir sind jetzt schon Zweiter, werden es in der Rückrunde deshalb noch schwerer haben. Die Konkurrenz wird noch mehr auf uns aufpassen, wir sind nun die Gejagten. (Datencenter: Ergebnisse und Tabelle)

Sport1.de: Haben Sie Angst vor einem Absturz in der Rückrunde?

Jones: Ich bin sicher, unter Magath werden wir nicht abstürzen. Der Trainer hat alles im Griff und weiß genau, was er zu machen hat. Jetzt zählt es eben, auch die jungen Spieler müssen ihren Mann stehen. Ich bin aber davon überzeugt, dass sie das werden. Sie werden natürlich auch lernen müssen, mit gewissen Situationen umzugehen. Unser Ziel ist es zunächst, unter Platz fünf zu kommen. Alles andere wird sich ergeben. Wenn es sogar um Platz drei oder die Champions-League-Plätze geht, umso schöner. Aber wir sollten es uns abschminken, über die Meisterschaft zu reden.

Sport1.de: Dann reden wir doch noch mal über das internationale Geschäft: Spüren Sie als Spieler eine Art Verpflichtung auch gegenüber einigen Mitarbeitern, die ihren Arbeitsplatz verlieren könnten, sollte Schalke den Europapokal erneut verpassen?

Jones: Das ist natürlich ein Thema, trozdem sollte man sich als Fußballer darüber nicht zu viele Gedanken machen. Denn es ist doch immer so im Leben: Wenn gewisse Ziele nicht erreicht werden, müssen auch woanders Dinge gestrichen werden. Deshalb brauchen wir vor allem einen freien Kopf und müssen Gas geben. Wir haben in den letzten Jahren den Fehler gemacht, über zu viele Dinge nachzudenken, etwas besser zu machen. Und im Endeffekt haben wir es dann nur schlechter gemacht.

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