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Die Ablöse von Franck Ribery (r.) soll angeb- lich mit der Arjen Robbens verrechnet werden © getty

Der Wechsel des Franzosen nach Madrid ist nach Angaben von "ran.de" schon seit August klar. Die Bayern sehen das anders.

Von Martin van de Flierdt

München - Der Transfer von Franck Ribery von Bayern München zu Real Madrid ist angeblich bereits perfekt.

Nach Informationen von "ran.de" ist der Wechsel des Franzosen zur nächsten Saison schon im August vereinbart worden, als die Münchner Arjen Robben von den Königlichen loseisten.

Demnach seien für den Niederländer keineswegs 25 Millionen Euro auf das Konto des spanischen Rekordmeisters geflossen, wie verbreitet wurde. Stattdessen werde der Robben-Deal mit der Ablöse verrechnet, die Ribery im kommenden Sommer kostet.

Wenn man dem Bericht glauben darf, ist für den Franzosen eine Summe von 55 Millionen Euro ausgehandelt.

Der Klub dementierte umgehend, dass der Wechsel Riberys in trockenen Tüchern sei. "An dieser Geschichte ist Nullkommanull dran", sagte Bayern-Mediendirektor Markus Hörwick auf Anfrage von Sport1.de.

Äußerungen in neuem Licht?

Wäre dem nicht so, stünden einige Äußerungen von Bayern-Präsident Uli Hoeneß in einem ganz neuen Licht da.

"Wenn Ribery im Frühjahr seinen Vertrag nicht verlängert, wäre es wirtschaftlich unverantwortlich, ihn noch zu behalten, denn dann ist er 2011 ablösefrei", hatte Hoeneß unlängst gesagt. "Dann würden wir 50 bis 60 Millionen Euro verschenken."

Zum Zeitpunkt der Aussage war diese noch so interpretiert worden, dass die Münchner ihren Star mit Preisschild ins Schaufenster gestellt hätten.

"Nichts unterschrieben"

Ribery selbst hatte in der "Bild" noch vor nicht ganz zwei Wochen abgestritten, mit den Madrilenen über einen Wechsel einig zu sein.

"Nein, nein, nein! Ich habe keinen Vorvertrag bei Real unterschrieben", sagte der 26-Jährige. "Ich habe bei niemandem etwas unterschrieben." Allerdings machte er aus seinem Ehrgeiz, die Champions League gewinnen zu wollen, keinen Hehl.

"Unsere Mannschaft hat wohl noch nicht das Gewicht dafür", meinte Ribery. "So wie wir jetzt aufgestellt sind, können wir mit Barcelona, Real, Arsenal oder Inter noch nicht mithalten. Die sind aus meiner Sicht stärker."

Ein Abschied in Richtung Madrid wäre für ihn aus dieser Perspektive heraus nur folgerichtig.

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