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Franck Ribery begann seine Profikarriere 2001 bei US Boulogne © imago

Riberys Berater schließt eine Fortsetzung des Engagements aus. Hoeneß dementiert eine Einigung mit Real, Chelsea bietet 51 Millionen.

Von Thorsten Mesch

München - Der Poker um die Zukunft von Franck Ribery geht in die nächste Runde.

"Ribery wird (seinen Vertrag) bei Bayern nicht verlängern", zitiert die "L'Equipe" Riberys Berater Alain Migliacco aus einem Bericht der spanischen Sporttageszeitung "Marca".

"Entweder er erfüllt seinen Vertrag (bis 2011), oder er verlässt den Verein nach Ende der Saison", so Migliacco.

Abschied schon im Juni?

Der Schluss liegt also nahe, dass Riberys Zeit in München Ende Juni kommenden Jahres abgelaufen sein wird.

Denn 2010 würden die Bayern noch eine Ablöse für den französischen Nationalspieler erzielen, im Sommer 2011 wäre Ribery ablösefrei.

Keine Vereinbarung mit Real

Laut "Marca" sei aber weder Real Madrid, noch der FC Chelsea, der zweite Verein, der großes Interesse an Ribery gezeigt hatte, bereit, 55 Millionen Euro für einen Spieler zu bezahlen, dessen Vertrag in einem Jahr ausläuft.

Das Sportblatt beruft sich auf "Quellen, die nahe an den Verhandlungen" sind und betont, es gebe "keinerlei definitive Vereinbarung" zwischen Bayern und Real.

Zeitung: Chelsea bietet 51 Millionen

Nach Informationen der englischen Tageszeitung "Daily Mail" bereitet der FC Chelsea ein Angebot vor.

Demnach sei der Klub von Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack bereit, umgerechnet knapp 51 Millionen Euro für Ribery an die Bayern zu überweisen.

Hoeneß dementiert Einigung

Am Mittwoch hatte "ran.de" berichtet, der Abschied des Mittelfeldspielers zum Saisonende in Richtung Madrid stehe bereits fest, zwischen Real und den Bayern bestünde diesbezüglich ein "Gentlemen's Agreement".

Demnach sollte die auf 55 Millionen Euro taxierte Ablöse für den Franzosen mit den 25 Millionen Euro verrechnet werden, die die Bayern im Sommer für Arjen Robben an Real hätten zahlen müssen.

Dem widersprach jedoch Bayern-Präsident Uli Hoeneß. "Es gibt keine Vereinbarung mit Real", sagte Hoeneß der "Süddeutschen Zeitung" und ergänzte: "Wir haben Robben ganz normal bezahlt."

"Keine Angebote, keine Optionen, keine Gespräche"

In Bezug auf Ribery betonte Hoeneß: "Es gibt zur Zeit keinerlei Angebote, keine Optionen und keinerlei Gespräche um und mit ihm."

Es sei oberstes Ziel, den Publikumsliebling über dessen Vertragsende 2011 hinaus in München zu halten.

"Das ist die erste Option. Nur wenn wir keine Chance sehen, werden wir in Gespräche mit anderen eintreten."

Gespräche in einigen Wochen

Gespräche über eine Ausdehnung des Vertragsverhältnisses soll es allerdings erst in einigen Wochen geben, derzeit sei dafür nicht der richtige Zeitpunkt.

"Das hat keinen Sinn, er muss erst einmal gesund werden. Ein verletzter Spieler hat andere Dinge im Kopf", sagte Hoeneß.

Die Worte von Riberys Berater lassen darauf schließen, dass der Franzose vor allem den Wechsel nach Madrid im Kopf hat.

Nur neun Pflichtspiele bestritten

Ribery fehlte über weite Strecken der Vorrunde wegen einer Knieverletzung.

Als er diese überwunden hatte, fiel er beim letzten Ligaspiel gegen Hertha BSC Berlin (5:2) wegen einer Blessur am Fuß aus.

So bestritt der 26-Jährige nur neun der insgesamt 26 Pflichtspiele der Bayern bis zur Winterpause.

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