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Marcelo Moreno wechselte 2008 von Cruzeiro Belo Horizonte nach Donezk © getty

Werder will Moreno abgeben, ein Testspieler will sich empfehlen. Stuttgart trainiert ohne Bastürk und Simak, ein Gladbacher reist ab.

München - Aus dem Schnee in die Wüste: Werder Bremen ist am Sonntag aus der verschneiten Hansestadt ins Trainingslager nach Dubai aufgebrochen.

Cheftrainer Thomas Schaaf begrüßte 26 Spieler, die an den Trainingseinheiten im Al-Wasl-Stadion teilnehmen werden.

"Wenn man die Wetterlage in Bremen sieht, kommt uns die Reise natürlich entgegen. Wir wollen konzentriert arbeiten und werden die passenden Bedingungen dafür vorfinden", sagte Schaaf.

Neue Chance für Vranjes

Es fehlten beim Abflug die verletzten Spieler Sebastian Boenisch (Reha nach Knie-Operation) und Philipp Bargfrede (Knieverletzung) sowie Dusko Tosic, der in den Planungen von Schaaf keine Rolle mehr spielt.

Jurica Vranjes, der in dieser Saison noch kein Bundesligaspiel absolvierte, reiste kurzfristig nach. Ursprünglich sollte der Kroate, der beim 1. FC Nürnberg im Gespräch war, in Bremen bleiben.

Fünf U-23-Spieler dabei

"Es hatte Signale seitens eines Vereins gegeben, der ihn verpflichten wollte, aber da hat sich nichts Konkretes ergeben. Und weil die Trainingsbedingungen in Bremen derzeit nicht optimal sind, haben wir ihn mitgenommen", sagte Schaaf.

In Dubai dabei sind auch die U-23-Torhüter Sebastian Mielitz und Felix Wiedwald sowie deren Teamkollegen Onur Ayik, Timo Perthel und Niklas Andersen.

Abdennour muss sich beweisen

Der tunesische Abwehrspieler Aymen Abdennour, der bereits im Dezember gestestet wurde, steht weiter auf dem Prüfstand und kann sich im Trainingslager empfehlen.

Der 20 Jahre alte Linksverteidiger von Etoile Sportive du Sahel soll etwa 800.000 Euro kosten und könnte Boenisch ersetzen, der voraussichtlich bis Mitte Februar fehlen wird.

Sollte Abdennour jedoch für Tunesien beim Afrika-Cup (10. bis 31. Januar) spielen wollen, "dann hat sich das Thema für uns erledigt", sagte Sportchef Klaus Allofs der "Kreizeitung". "Denn wir werden keinen Spieler verpflichten, der so lange fehlt".

Allofs würde Bolivianer abgeben

Schlechte Karten im Kampf um einen Platz im Werder-Kader hat Marcelo Moreno. Der Bolivianer, bis Sommer für zwei Millionen Euro von Schachtjor Donezk ausgeliehen, soll Werder in der Winterpause verlassen.

"Man muss ganz offen sagen: Mit Marcelo läuft es nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben", gab Allofs zu. "Wenn es die Möglichkeit für einen Wechsel gibt, dann werden wir darüber reden."

Mandzukic wohl zu teuer?

Interessenten soll es für den Angreifer geben, "aber nichts Konkretes", so Allofs, der keinen Hehl daraus machte, dass Mario Mandzukic von Dinamo Zagreb ganz oben auf der Wunschliste der Bremer steht.

"Es ist ja bekannt, dass wir uns vor einem und auch vor einem halben Jahr mit ihm beschäftigt haben. Aber bislang war ein Wechsel finanziell nicht machbar", erklärte. Die Ablöse für den 23-jährigen Kroaten soll zehn Millionen Euro betragen.

Werders erstes Testspiel in Dubai steht am 5. Januar gegen den Al Ain Club auf dem Programm. Geplant ist zudem ein Test gegen die tunesische Nationalmannschaft am 7. Januar. Am 9. Januar geht es zurück nach Bremen.

Sport1.de fasst weitere Vorbereitungs-News zusammen:

Stuttgart ohne Bastürk und Simak

Ohne seine wechselwilligen Mittelfeldspieler Yildiray Bastürk und Jan Simak bereitet sich der VfB Stuttgart im Trainingslager in La Manga auf die Rückrunde vor.

Neben dem Langzeitverletzten Martin Lanig und Afrika-Cup-Teilnehmer Arthur Boka fehlten nur Bastürk und Simak.

Bastürk will Optionen für einen Vereinswechsel prüfen, Simak ist bei mehreren Zweitligisten im Gespräch. Als ernsthafte Interessenten gelten Arminia Bielefeld und der FC St. Pauli.

Fuchs als Boka-Ersatz?

Ein möglicher Ersatz für Boka auf der Außenverteidiger-Position ist laut "Stuttgarter Nachrichten" Christian Fuchs vom VfL Bochum.

Für den 23-jährigen Österreicher sollen der VfL bereits ein erstes Angebot abgelehnt haben.

VfB-Trainer Christian Gross nahm Daniel Didavi vom VfB II und Tobias Rühle von der U 19 mit auf die achttägige Reise nach Spanien.

Mönchengladbach: Dorda reist verletzt ab

Christian Dorda hat das Trainingslager von Borussia Mönchengladbach im spanischen La Cala de Mijas nach nur einem Tag wieder verlassen.

Der 21 Jahre alte Abwehrspieler hatte sich beim Training am Samstag das rechte Knie verdreht und reiste tags darauf mit Verdacht auf einen Patellasehnenriss in Begleitung von Geschäftsführer Stephan Schippers zurück in die Heimat.

Eine Kernspinuntersuchung in Köln soll nun Klarheit über die Verletzung bringen. Sollte die Patellasehne gerissen sein, droht Dorda ein Ausfall von bis zu drei Monaten.

Hoffenheim-Auftakt ohne Rangnick

Ohne Trainer Ralf Rangnick startet 1899 Hoffenheim in die Vorbereitung.

Rangnick bangt um das Leben seines Vaters und kann das Training in den kommenden Tagen nicht leiten.

"Aufgrund einer lebensbedrohlichen Erkrankung meines Vaters sehe ich mich momentan nicht in der Lage, meiner Tätigkeit als Chefcoach zu 100 Prozent nachgehen zu können", sagte Rangnick.

Zeidler leitet Training

Die erste Übungseinheit nach der kurzen Weihnachtspause am Sonntagmittag wurde von Co-Trainer Peter Zeidler übernommen, der Rangnick auch zu Wochenbeginn vertreten wird. Wie lange der Cheftrainer fehlen wird, steht noch nicht fest.

Am Vormittag richtete Rangnick noch ein paar Worte an die Mannschaft. "Wir haben ihm alles Gute gewünscht", sagte Mittelfeldspieler Sejad Salihovic, der wegen der Folgen einer Leisten-Operation noch nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnte.

Carlos Eduardo reist verspätet an

Bei der ersten Trainingseinheit fehlten Tobias Weis und Matthias Jaissle (beide Knie-OP) sowie Isaac Vorsah und Chinedu Obasi (beide Afrika-Cup) und Carlos Eduardo.

Der Brasilianer reiste am Sonntag sieben Stunden später als vereinbart an, schob dies aber auf eine Verspätung seines Fliegers. Manager Jan Schindelmeiser kündigte ein Gespräch mit Eduardo an, wollte aber auf eine Geldstrafe verzichten.

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