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Bastian Schweinsteiger (l.) und Franck Ribery während einer Trainingseinheit © getty

Nach den Abgängen von Toni, Ottl, Breno und Baumjohann bricht Bayern mit 21 Profis und drei Amateuren nach Dubai auf. Die Erwartungen sind groß, die Hoffnungen ruhen auf Ribery.

München/Dubai - Ohne vier Abgänge und ohne Uli Hoeneß, dafür mit wiedergewonnenem Selbstvertrauen hat der FC Bayern München seinen Großangriff auf die nationale Vormachtstellung gestartet.

Der Rekordmeister nahm am Sonntagnachmittag als letzter Bundesligist die Vorbereitung auf die Rückrunde auf, wenige Stunden später fliegt der ausgedünnte Bayern-Tross zum knapp einwöchigen Trainingslager nach Dubai.

Auf dem Flug LH638 am späten Abend fehlen neben den bereits in den vergangenen Tagen ausgeliehenen Luca Toni (AS Rom), Breno und Andreas Ottl (beide 1. FC Nürnberg) kurzfristig auch Alexander Baumjohann. 110436(DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse)

Baumjohann zu Schalke

Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler wurde noch vor der Abreise an den Persischen Golf zum Bundesliga-Konkurrenten Schalke 04 transferiert.

Über die Ablösemodalitäten für Baumjohann, der im vergangenen Sommer ablösefrei aus Gladbach gekommen war, unter Louis van Gaal aber nur drei Kurzeinsätze absolvierte, wurde Stillschweigen vereinbart.

21 Profis und drei Amateure

Nur noch 21 Profis plus die drei Amateure David Alaba, Mehmet Ekici und Diego Contento traten damit den sechstündigen Flug nach Dubai an, wo die Bayern ab Montag bis zum kommenden Sonntag die Grundlagen für eine erfolgreiche Rückrunde legen wollen.

Die Hoffnungen des Tabellendritten, der zuletzt am 17. Mai 2008 an der Tabellenspitze der Bundesliga stand, möglichst bald wieder den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, ruhen vor allem auf Franck Ribery.

Der Franzose, über dessen angeblichen Wechsel zu Real Madrid im Sommer in den letzten Tagen schon wieder heftig spekuliert wurde, war in der Vorrunde wegen einer hartnäckigen Entzündung an der Patellasehne monatelang ausgefallen.

"Hervorragendende Ausgangsposition" für die Bayern

"Mit Franck Ribery können wir wahrscheinlich noch Besseres leisten. Und wenn wir Besseres leisten als zuletzt, dann haben wir auch große Chancen, einen Titel zu holen", sagte van Gaal, dessen Team auch im DFB-Pokal (Viertelfinale) und in der Champions League (Achtelfinale) noch aussichtsreich im Rennen ist.

Sportdirektor Christian Nerlinger sprach von einer "hervorragenden Ausgangsposition in allen drei Wettbewerben".

Nach fünf Pflichtspielsiegen in Folge inklusive des beeindruckenden 4:1 bei Juventus Turin war bei den Bayern vor der kurzen Winterpause nicht nur das lange vermisste "Mia-san-mia"-Gefühl zurückgekehrt.

Van Gaal "wie ein Fels in der Brandung"

Auch die Diskussionen um den lange Zeit äußert umstrittenen Niederländer van Gaal waren vor Weihnachten verstummt.

"Es hat gewaltigen Druck von außen gegeben. Aber Louis van Gaal war wie ein Fels in der Brandung. Er ist sich in der schweren Situation treu geblieben, das hat sich gelohnt. Jetzt sieht man Automatismen", lobte Nerlinger den 58-Jährigen.

Hoeneß zum Geburtstag daheim

Nerlinger selbst rückt bei den Bayern, die in Dubai im noblen Fünf-Sterne-Hotel "Old Town Palace" residieren, mehr und mehr in den Mittelpunkt.

In Dubai trägt der 36 Jahre alte Ex-Profi erstmals die alleinige Verantwortung, nachdem Uli Hoeneß bewusst auf die Reise ins Emirat verzichtet hatte.

Der ehemalige Manager und aktuelle Präsident des FC Bayern kann nun seinen 58. Geburtstag am 5. Januar erstmals seit langer Zeit im Kreis seiner Familie begehen.

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