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Im Gespräch: DFB-Präsident Theo Zwanziger (l.) und DFL-Präsident Reinhard Rauball (r.) © getty

Wegen Rücksichtnahme auf die Amateurvereine will DFB-Präsident Zwanziger keinen "Super-Sonntag" in der Bundesliga einführen.

München - Auch in der kommenden Saison der Bundesliga wird es offenbar keinen "Super-Sonntag" mit einem Spiel zur Mittagszeit geben.

Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), sagte der "Bild", dass die Deutsche Fußball Liga (DFL) plane, "nur ein Bundesligaspiel früher beginnen zu lassen".

Eine mögliche Variante wäre, dass das erste von dann maximal drei Bundesliga-Spielen am Sonntag um 15.30 Uhr angepfiffen wird und die Zweitliga-Spiele um 13.30 Uhr beginnen.

Kollision mit Amateurspielen

Nach der Kündigung des drei Milliarden Euro umfassenden Vertrages mit der Kirch-Tochter Sirius und der nun folgenden eigenständigung Ausschreibung der TV-Rechte für die Jahre 2009 bis 2015 durch die DFL war spekuliert worden, dass künftig sonntags ab 13.30 Uhr drei Bundesliga-Spiele nacheinander ausgetragen werden könnten.

Zwanziger bezeichnete die Neustrukturierung des Spieltages mit Blick auf eine mögliche Kollision mit Amateurspielen als "ein sensibles Thema".

Vor einer Entscheidung durch Liga und DFB müsse man erstmal Zahlen kennen, sagte Zwanziger.

Neue Ausschreibung Ende Oktober

"Ein stark veränderter Spielplan müsste schon einen nennenswerten zusätzlichen Millionen-Betrag aus TV-Geldern einbringen. Dann käme er ja auch zum Teil wieder dem DFB und den Amateuren zugute", sagte der DFB-Boss.

Die DFL kündigte am Dienstag die Ausschreibung der Medienrechte formell an.

"Es ist beabsichtigt, die Ausschreibung Ende Oktober mit dem Versand der entsprechenden Unterlagen an interessierte Marktteilnehmer zu beginnen", hieß es in einer Pressemitteilung.

Alle Marktteilnehmer, die Interesse an der Verwertung der Medienrechte haben und die Ausschreibungsunterlagen anfordern wollen, können sich seit Dienstag bei der DFL registrieren lassen.

Veränderte Pakete

"Die Pakete, die wir anbieten, werden anders aussehen als bisher - mit Spielplanänderungen, die aber vertretbar sein müssen, nicht nur für die Fernsehsender, sondern auch für die Zuschauer in den Stadien. Diesen Spagat müssen wir schaffen", hatte Peter Peters, Geschäftsführer von Schalke 04 und Vizepräsident des Ligaverbandes, gesagt.

Alle möglichen Elemente der Ausschreibung seien "noch keine Fakten".

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