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Jürgen Klopp (l.) kam in Sommer 2008 aus Mainz nach Dortmund © getty

Dortmunds Trainer warnt nach der starken Hinrunde vor zu hohen Erwartungen, sagt aber: "Es gibt keine Ausreden mehr".

Dortmund - Trainer Jürgen Klopp von Borussia Dortmund hat nach der guten Hinrunde vor zu großen Erwartungen an seine junge Mannschaft gewarnt.

Er will sie aber dennoch an den zuletzt gezeigten Leistungen messen.

"Wir werden mit einem wachen Auge auf die Rückrunde blicken. Aber nach dem fünften Platz in der Vorrunde zu sagen, dass wir am Ende Dritter werden, oder zu behaupten, dass wir bis zum 8. Mai noch 40 Punkte einfahren und Meister werden, ist Quatsch", sagte Klopp in einem "kicker"-Interview.

"Man sollte den Teufel tun und da jetzt irgendwas draufpacken", so der 42-Jährige.

Wolfsburg-Spiel als "Messlatte"

Allerdings habe der BVB unter anderem mit der ersten Halbzeit beim 3:1-Sieg in Wolfsburg "jetzt eine Messlatte gelegt, die wir idealerweise im Wochenrhythmus überspringen wollen. Da wird es keine Ausreden geben. Das ist möglich, das kann so gehen."

Klopp will aber noch weitere Verbesserungen sehen. "Das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange bei uns. Was diesen Prozess begünstigt: Unsere Jungs sind erwachsen, sehr klar, überhaupt nicht versponnen - und gierig auf Erfolg", sagte Klopp.

"Wie im Streichelzoo"

Klopp: "Ich sage den Jungs: Bei uns geht es im Moment zu wie im Streichelzoo. Alles ist toll, alles ist klasse, alles ist wunderbar. Wir werden wenig kritisiert. Es heißt, die haben noch so viel Zeit."

Und weiter: "Aber wir haben keine Zeit zu verschenken. Was wir jetzt aus dieser Konstellation rausholen können, müssen wir rausholen."

Jugend ist Trumpf

Neben jungen Spielern wie Mats Hummels, den er "mit seinem Potenzial ganz sicher" als künftigen Nationalspieler sieht, Sven Bender, Neven Subotic, Marcel Schmelzer oder Nuri Sahin lobte Klopp auch Neuzugang Lucas Barrios.

Der Welttorjäger ist mit neun Toren hinter Leverkusens Stefan Kießling (12) die Nummer zwei der Torschützenliste.

"Lucas zeichnet seine Ruhe vor dem Tor aus. Er hat alle wichtigen Techniken parat. Wenn man überlegt, was er trotz seiner neun Ligatore noch alles sausen ließ, könnte er längst im zweistelligen Bereich sein", sagte Klopp über den Argentinier.

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