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Als "Mutter" das Ausraster gilt Rudi Völler. Der damalige Bundestrainer flippt im September 2003 im Fernsehstudio aus
Völler war als Spieler u.a. bei 1860, in Bremen, Rom, Marseille und Leverkusen aktiv © getty

Leverkusens Sportchef Rudi Völler glaubt nicht an einen erneuten Absturz. Den FC Bayern sieht er als klaren Titelfavoriten.

Leverkusen - Rudi Völler ist davon überzeugt, dass Bundesliga-Herbstmeister Bayer Leverkusen in dieser Saison im Gegensatz zur vergangenen Spielzeit keinen Einbruch in der zweiten Halbserie erleiden wird:

"Ich kann jetzt nicht prophezeien, wo wir am Ende der Saison landen", sagte der Bayer-04-Sportchef, "aber ich bin sicher, dass uns Ähnliches nicht wieder passieren wird. Dazu sind wir mittlerweile viel zu stabil."

In der abgelaufenen Saison stand Leverkusen nach 13 Spieltagen auf Platz eins, beendete die Spielzeit aber nur auf Rang neun.

"Keine Blütenträume bei den Verantwortlichen"

Auf eventuelle Leverkusener Titelträume angesprochen, gab sich der ehemalige Torjäger zurückhaltend.

Es sei "eine Stärke von Bayer, sich nicht von äußeren Einflüssen abhängig zu machen."

Das gelte "für den Erfolgs- wie für den Misserfolgsfall" und deshalb gebe es auch "keine Blütenträume bei den Verantwortlichen. Wir sehen das sehr realistisch."

Gute Chance auf Europapokalplatz

Die Wahrscheinlichkeit, dass Bayer in der kommenden Saison wieder international spiele, sei gestiegen.

"In welchem Wettbewerb, das ist schwer vorauszusagen. Der Vorsprung auf Platz sechs beträgt sieben Punkte, den müssen wir halten, am besten ausbauen."

Das sei "eine schwere Aufgabe" und da sei es "schon besser, nicht die Bodenhaftung zu verlieren."

FC Bayern bestimmt über Meisterschaft

Wer Meister werde, hänge "von Bayern München ab. Die bestimmen das ganz alleine", meinte Völler. Die Konkurrenz habe "nur eine Chance, wenn es (bei den Bayern) interne Querelen gibt".

Dieses Problem hätten die Münchner aber "offensichtlich in den Griff bekommen". Laut Völler hätten die Bayern bereits in der vergangenen Saison "mit zehn Punkten Vorsprung Meister werden müssen".

"Wie ein Stück von Bayer"

Über seine Zukunft bei Bayer 04 sagte er: "Die Sache hier in Leverkusen ist mir ans Herz gewachsen. Ich arbeite total gerne hier."

Er fühle sich "wie ein Stück von Bayer. Ich war Spieler, Sportdirektor, Trainer - es hat immer gepasst. Es gibt keine Planung über Bayer hinaus."

Trainer-Laufbahn abgehakt

Seine Trainer-Laufbahn hat der ehemalige DFB-Teamchef weitgehend abgehakt.

"Grundsätzlich ja. Ich kann mal einspringen, kurzfristig. Aber für längere Zeit auf keinen Fall. Diese Leidenschaft habe ich nicht", sagte der Weltmeister von 1990.

Nach seiner Zeit beim Deutschen Fußball-Bund von 2000 bis 2004 war Völler noch zweimal als Teamchef - beim AS Rom und interimsweise bei Bayer 04 - tätig.

Liebeserklärung an Rom

Rom werde in seinem Leben immer eine Rolle spielen.

"Ich fühle mich als halber Römer, es ist meine Lieblingsstadt und die schönste Stadt der Welt", schwärmte Völler, "aber ich fühle mich in Leverkusen superwohl."

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