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Thomas Hitzlsperger (l.) bestritt bislang 51 Länderspiele © getty

Der Stuttgarter tritt gegen den früheren VfB-Trainer Markus Babbel nach und kritisiert seine Absetzung als Kapitän.

Stuttgart - Thomas Hitzlsperger vom VfB Stuttgart hat sich kritisch mit Ex-Coach Markus Babbel auseinandergesetzt.

Dieser hatte den 27-Jährigen als Kapitän der Schwaben abgesetzt.

"Der Trainer hat immer gesagt, dass ich ein guter Kapitän sei. Plötzlich war ich es nicht mehr. Logisch, dass man sich da auch ein Stück weit als Opfer der Gesamtsituation sieht", sagte Hitzlsperger im Interview mit "Sport Bild". (Die Winterfahrpläne der Bundesligisten)

"Markus sagte, er wolle so Druck von mir nehmen. Ich habe ihm erklärt, dass dies aus meiner Sicht der falsche Schritt ist. Er wollte aber ein Zeichen setzen", berichtet der Nationalspieler rückblickend.

"Mehr Vertrauen wäre wünchenswert gewesen"

Der Mittelfeldakteur habe unter dem Rotationsprinzip von Babbel, der inzwischen durch Christian Gross beim VfB ersetzt wurde, gelitten.

"Mehr Vertrauen wäre sicher wünschenswert gewesen. Teils wurden sieben Positionen zum Spiel davor verändert. Wir waren nicht eingespielt. Mir hat das nicht gut getan. Schon gar nicht als Kapitän. Da sollte eine enge Bindung zum Trainer da sein. Doch wenn man früh ausgetauscht wird, verunsichert das einen", erklärt Hitzlsperger.

Selbstkritik an sportlicher Leistung

Der 27-Jährige machte allerdings auch keine Geheimnis daraus, dass seine Leistung nicht gestimmt habe. Er müsse sich vorwerfen, "dass ich nicht gut Fußball gespielt habe. Als Kapitän kann ich mir keinen Vorwurf machen", so Hitzlsperger. 144097(DIASHOW: Lehmanns Ausraster)

Das Verhalten der Mannschaft kritisiert er dagegen:

"Wir haben nicht alle gleichzeitig an das Team gedacht. Es waren einige dabei, die ihre persönlichen Ziele vor die der Mannschaft gestellt haben. Ich habe es vor der Mannschaft oft angesprochen, dass Respekt voreinander ein ganz wichtiger Punkt ist."

Ärger wegen "Kopf-Problem"

Er wehrte sich außerdem gegen den Vorwurf, er mache sich zu viele Gedanken.

"Die Wortwahl ist einfach negativ belegt. Das hat etwas von 'Der hat ein Kopf-Problem'. Und das entspricht einfach nicht der Wahrheit. Ich habe diese Diskussion wieder monatelang ertragen müssen. Aber jetzt habe ich mich daraus befreit", so Hitzlsperger.

Lob für Gross

Der schussgewaltige ehemalige England-Legionär lobt den neuen Chefcoach Gross.

"Er fragt die Spieler viel, er sitzt nicht bis zum Trainingsstart abgeschottet alleine in der Kabine. Er will alles aus der Mannschaft wissen. Er zeigt sich permanent", sagte Hitzlsperger.

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