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Franck Ribery bestritt bisher 34 Länderspiele für Frankfreich © getty

Die Zehenverletzung des Franzosen scheint schlimmer als bisher angenommen. Ein Einsatz gegen Hoffenheim ist sehr unwahrscheinlich.

Von Christian Stüwe und Christian Ortlepp

Dubai/München - Schon am Donnerstag, hatte Franck Ribery gehofft, könne er vielleicht wieder mit dem Ball trainieren.

Doch die Entzündung an den Zehen ist offenbar weitaus schlimmer und hartnäckiger als angenommen.

Am Mittwochabend wurde ein weiterer, kleiner Eingriff nötig. Wegen einer Pilzinfektion musste der Zeh abgeschabt werden.

Nach wie vor sind die Zehen angeschwollen, Riberys Füße passen in keinen normalen Schuh, geschweige denn in einen Fußballschuh.

Und somit konnte Ribery auch am Donnerstag seinen Kollegen beim Mannschaftstraining in Dubai nur zuschauen und musste stattdessen in Badeschlappen auf den Fahrad-Ergometer.

Damit ist das große Ziel des Franzosen, beim Rückrundenauftakt gegen Hoffenheim im Kader zu sein und wenn möglich auch zu spielen, fast schon unmöglich.

Auch Sportdirektor Christian Nerlinger bestätigte dem DSF, dass es für es für das Hoffenheim-Spiel sehr eng mit einem Einsatz Riberys werde.

Wenige Trainingstage verbleiben

"Er hat jetzt drei Monate nicht gespielt. Da ist jeder Tag weniger im Training schlimm", sagte Bayern-Trainer Louis van Gaal im Hinblick auf die Situation Riberys.189891(DIASHOW: Bundesligisten im Trainingslager)

Der Niederländer ist bekannt dafür, angeschlagene Spieler nicht zu nominieren. Van Gaal ist ein Disziplinfanatiker und legt großen Wert darauf, dass die Mannschaft eingespielt ist.

Am Sonntag reisen die Bayern zurück nach München, am Montag ist trainingsfrei. Bereits am Freitag steht das Spiel gegen Hoffenheim auf dem Programm.

Da Ribery in Dubai wohl nur noch individuelles Training absolvieren wird, bleiben ihm somit in der nächsten Woche nur noch maximal drei Trainingstage, um den Trainer von einem Einsatz gegen die Kraichgauer zu überzeugen.

Nur sechs Bundesligaeinsätze

Seit dem Bundesligaspiel Anfang Oktober gegen Köln fehlt Ribery. Und so wie es aussieht, wird sich auch am 18. Spieltag nichts daran ändern.

"Ich mache mir Gedanken", sagte Ribery: "Es ist eine Rückrunde, die sehr wichtig ist für den Verein und auch für mich mit der WM am Ende. Ausgerechnet jetzt kann ich mir meine Form nicht holen."

Die Mannschaft wird also aller Vorraussicht nach die zuletzt gestartete Siegesserie zunächst einmal ohne Ribery fortsetzen müssen.

Van Bommel sieht Chancen auch gegen Real oder Barca

Doch das neue Selbstvertrauen in der Mannschaft scheint groß zu sein, wie die Aussagen Mark van Bommels belegen.

Der Kapitän Mark sieht für die Bayern in der Champions League auch gegen Real Madrid oder den FC Barcelona eine Chance.

"Wir haben nicht so viel Qualität, das ist Fakt. Aber das sind keine Außerirdischen. Als Mannschaft können wir so gut sein wie die. Wir haben eine gute Philosophie", sagte van Bommel.

Der Niederländer ist nach zuletzt fünf Pflichtspielsiegen in Folge für die Rückrunde optimistisch.

"Wir sind auf einem guten Weg. Die Stimmung ist sehr gut. Jeder versteht sich mit jedem, es ist kein fauler Apfel dabei", sagte van Bommel, der sein Team schon "auf einem hohen Niveau" sieht.

Wohl keine Aktivitäten auf dem Transfermarkt mehr

Ob mit oder ohne Ribery, der FC Bayern hat anscheinend wieder in die Spur gefunden. Nerlinger schließt daher auch weitere Einkäufe der Münchner in der Winterpause "zu 100 Prozent" aus.

Auch in Bezug auf Abgänge werde "wohl nichts mehr passieren".

Nach den Transfers von Luca Toni, Andreas Ottl, Breno und Alexander Baumjohann habe der FC Bayern jetzt "einen ausgewogenenen und guten Kader".

Quotenproblem als Chance für Ekici und Contento?

In diesem Kadern sind allerdings nur noch elf Spieler Deutsche, laut den Statuten der DFL müssen es aber zwölf sein.

Die eigentlich schon aussortierten Andreas Görlitz und Christian Lell dürfen somit bleiben.

Der Deutsch-Türke Mehmet Ekici und der Deutsch-Italiener Diego Contento, die als Amateure mit ins Trainingslager gereist sind, werden nun wohl einen Profivertrag erhalten, damit der FC Bayern die Quote der DFL erfüllt.

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