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Mesut Özil wechselte 2008 von Schalke zu Werder Bremen © getty

Die Bremer wollen Klarheit, doch der Jungnationalspieler spielt im Vertragspoker auf Zeit. Bis Ende März soll eine Entscheidung her.

Dubai - Sportchef Klaus Allofs von Werder Bremen hat Mittelfeldstar Mesut Özil im Vertragspoker ein Ultimatum gesetzt.

Bis spätestens Ende März soll der 21 Jahre alte Jungnationalspieler eine Entscheidung über seine Zukunft getroffen haben.

Der Vertrag des Deutsch-Türken beim Pokalsieger läuft zwar noch bis Ende Juni 2011, Spekulationen zufolge plant Özil aber bereits nach der WM in Südafrika den Wechsel zu einem europäischen Spitzenverein.

"Im Verlauf des nächsten Vierteljahres müssen wir Gespräche führen. Wir können nicht einfach so ins letzte Vertragsjahr gehen", sagte Allofs am Rande des Trainingslagers der Bremen in Dubai der "Welt".

Im Gespräch soll ein neuer Vierjahresvertrag zu deutlich höheren Bezügen sein. Laut Allofs müsse in den kommenden Wochen ein klares Bekenntnis folgen, ob Özil bleibt oder geht.

Özil spielt auf Zeit

Die Bremer fürchten offenbar, dass ähnlich wie bei Bayern München und dessen Superstar Franck Ribery die Spekulationen über die ungeklärte Vertragssituation von Özil negativen Einfluss auf die Leistungen der Mannschaft haben könnte.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Mittelfeldspieler Diego, der dann zu Juventus Turin gewechselt war, die Bremer mit Transfergerüchten auf Trab gehalten.

Der von zahlreichen Spitzenklubs umworbene Özil spielt im Vertragspoker mit seinem Arbeitgeber trotz des Ultimatums von Allofs weiter auf Zeit.

"Für mich gibt es keinen Vertragspoker"

"Mein Vertrag läuft noch 18 Monate. Das ist im Fußball eine Ewigkeit", sagte der 21 Jahre alte Nationalspieler der "Sport Bild": "Für mich gibt es keinen Vertragspoker und somit auch keine Belastung."

Özil und sein Berater Reza Fazeli haben ohnehin kein Interesse, den Kontrakt bereits vor der WM 2010 in Südafrika zu verlängern.

Nach Informationen von "Welt online" soll sogar schon feststehen, dass Özil Werder am Saisonende verlässt. Als Ablösesumme sind rund 20 Millionen Euro im Gespräch.

Pizarro trainiert wieder mit der Mannschaft

Währenddessen ist Claudio Pizarro nach überstandenen Sprunggelenksproblemen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Der Peruaner hatte am Dienstag beim 2:1-Testspielsieg der Hanseaten beim arabischen Al Ain Club einen Schlag auf die bereits zum Hinrundenende lädierte Stelle seines Fußes bekommen, gab nun jedoch Entwarnung.

Auch die zuletzt angeschlagenen Clemens Fritz (Adduktorenprobleme) und Petri Pasanen (Prellung) sollen am Freitag ins Teamtraining zurückkehren.

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