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Bayers Stefan Kießling (r.) erzielte den Siegtreffer gegen Wolfsburg © getty

Der Meister beschert auch im neuen Jahr dem Gegner viel Platz. Trainer Veh sucht nach Abhilfe. Leverkusen bleibt selbstbewusst.

Von Mathias Frohnapfel und Marcel Braune

München - Meister Wolfsburg gegen Herbstmeister Leverkusen: Beim Blitzturnier in Düsseldorf schien das die logische Finalpaarung zu sein.

Doch die beiden Topteams der Liga standen sich im Duell um Platz drei gegenüber.

Leverkusen hatten gegen Zweitligist Düsseldorf 0:1 gepatzt, die "Wölfe" luden in einer 45-Minuten-Partie beim 2:3 gegen Gladbach den Gegner ein zum munteren Toreschießen. Mal wieder.

"Wir müssen leichte Fehler abstellen, dann bekommen wir auch weniger Gegentore", sagte Christian Gentner gegenüber dem DSF.

Drei Gegentore in 45 Minuten

Letztlich bleibe das Ziel in der kommenden Saison "international zu spielen".

Doch das Blitzturnier in Düsseldorf machte dem Mittelfeldmann nicht viel Hoffnung auf eine Besserung. Einfache Abwehrschnitzer schlichen sich auch hier ins Spiel der "Wölfe" 189891(DIASHOW: Bundesligisten im Trainingslager).

Die Borussen Raul Bobadilla (20.) und Filip Daems (22.) schossen binnen zwei Minuten eine 2:0-Führung heraus.

Grafite mit einem sehenswerten Heber (26.) und Christian Gentner (35.) schafften zunächst den Ausgleich, ehe erneut Bobadilla den Siegtreffer markierte (45.).

Gladbach holt den Pott

Dass sich Gladbach danach den Turniersieg und einen etwas unhandlichen wirkenden silbernen Pott schnappte, kümmerte die Wolfsburg überhaupt nicht. Die "Fohlen" siegten dank Fabian Bäcker mit 1:0 gegen Düsseldorf.

Für "Wölfe"-Coach Armin Veh brachte das Turnier zumindest eine Erkenntnis.

Veh will einkaufen

"Wir werden auf dem Transfermarkt eventuell tätig werden. Wir dürfen in der Rückrunde nicht so viele Gegentore bekommen, da muss etwas passieren?, äußerte er voller Tatendrang.

Das Personal-Karussell dreht sich bereits beim VfL. So wird Cristian Gentner wird in der kommenden Saison zum VfB Stuttgart zurückkehren.

Und im Management unterstützt nun Dieter Hoeneß den VfL-Coach.

"Dieter wird Wolfsburg weiterbringen"

Aus Sicht von Veh eine gute Entscheidung, schließlich hat er aktuell mit den sportlichen Aufgaben genug zu tun. Zeit, die somit fürs Analysieren des Spielermarkts fehlt.

"Wenn du nachhaltig etwas bewegen willst, schaffst du das nicht alleine", gab Veh in Düsseldorf zu und fügte an: "Dieter hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und wird Wolfsburg auf Dauer weiterbringen."

Für Veh geht es in der Trainingswoche bis zum Auftakt gegen Stuttgart darum, die VfL-Defensive wieder in einen stabilen Riegel zu verwandeln.

Kießling trifft

Negativerlebnisse kommen da höchst ungelegen und doch setzte es auch im Spiel um Platz drei eine Pleite gegen Leverkusen.

Bundesliga-Toptorjäger Stefan Kießling entschied die Partie schon nach zwei Minuten zugusten der Werkself.

Eine Niederlage, danach ein Sieg: Die Leverkusener können es als gutes Omen für die Rückrunde nehmen. Schließlich zählt manch einer bereits böse die Tage, bis aus Leverkusen wieder "Vizekusen" wird.

"Wenn wir mal ein Spiel verlieren, dürfen wir uns nicht verrückt machen und müssen unsere Form behalten", kommentierte daher Toni Kroos.

"Werden Platz eins mit Hand und Fuß verteidigen"

Die Herbstmeisterschaft sollte ohnehin Rückenwind bringen. Die Spieler sind jedenfalls auch zu Glanztaten in der Rückrunde motiviert.

"Wir wollen jedes Spiel gewinnen und damit ungeschlagen bleiben. Es ist ein schöner Druck Platz Eins zu verteidigen. Das werden wir mit Hand und Fuß tun", sagte Keeper Rene Adler.

Die "Wölfe" glauben ihrerseits selbst nicht daran, das Husarenstück der vergangenen Saison zu wiederholen, als sie in der Rückrunde plötzlich auf Platz eins stürmten.

"Damals wurden 42 Punkte in der Rückrunde geholt, das war ein toller Lauf, aber wir leben im Realismus", sagte Trainer Veh. Viel Arbeit wartet allemal.

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