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Mesut Özil wechselte 2008 von Schalke 04 zu Werder Bremen © getty

Der Werder-Star will nicht mehr über seine offene Zukunft sprechen. Das Interesse von Bayern und anderen Top-Klubs gilt als gesichert.

Von Martin Volkmar und Christian Ortlepp

München - Mesut Özil schweigt, Klaus Allofs warnt - was macht der FC Bayern?

Hartnäckig halten sich die Gerüchte, dass der deutsche Rekordmeister großes Interesse am Mittelfeldstar von Werder Bremen hat.

Özil soll einer der Wunschkandidaten von FCB-Trainer Louis van Gaal als Nachfolger von Franck Ribery sein.

Ein Abgang Riberys im Sommer gilt als sehr wahrscheinlich, zumal die Münchner angesichts des auslaufenden Vertrags bis 2011 nur dann noch eine Ablöse kassieren können.

Özil will schweigen

Auch Özils Kontrakt läuft nach der nächsten Saison aus, so dass es seit Wochen Spekulationen über die Zukunft des Shootingstars gibt.

Daher hat sich der Deutsch-Türke nun selber einen Maulkorb verpasst: "Ich will mich voll auf die Rückrunde und auf die WM konzentrieren", erklärte der 21-Jährige dem "kicker".

"Deshalb sagte ich klipp und klar: Ab sofort werde ich mich nicht mehr zu meiner Vertragssituation äußern."

Europas Top-Klubs interessiert

Neben den Bayern gelten unter anderem Manchester United, der FC Chelsea, Arsenal London, Juventus Turin und der FC Barcelona als Interessenten.

Die Ablöse soll zwischen 15 und 20 Millionen Euro liegen.

"Mir geht es um die sportliche Perspektive. Ich möchte später nicht sagen, ich hätte eine große Chance verpasst", sagte Özil dazu.

"Es ist klar, dass ich Champions League spielen möchte." Gleichzeitig erklärte er: "Wenn Werder darauf besteht, erfülle ich meinen Vertrag."

Werder hofft weiter

Die Bremer haben die Hoffnung auf einen Verbleib des Nationalspielers trotz der stockenden Verhandlungen noch nicht aufgegeben.

"Bisher habe ich keinen Anhaltspunkt, dass er geht", sagte Sportdirektor Klaus Allofs der "Bild".

"Seine Entwicklung ist noch nicht zu Ende. Werder ist deshalb der richtige Klub." (VIDEO: Klaus Allofs im Interview)

Und Kapitän Torsten Frings meinte: "Ich glaube, er bleibt bei Werder."

Rasche Klärung erwünscht

Allerdings drängen die Hanseaten auf eine rasche Klärung.

"Im Verlauf des nächsten Vierteljahres müssen wir Gespräche führen. Wir können nicht einfach so ins letzte Vertragsjahr gehen", sagte Allofs, der sich daher im Trainingslager in Dubai mit Özils Berater Reza Fazeli traf.

Werder hat angeblich einen neuen Vertrag bis 2013 mit einem Jahresgehalt von drei Millionen Euro geboten (bisher angeblich 1,2 Millionen Euro).

Doch Özil will sich offenbar weiter Zeit lassen: "Ich sehe keine Eile in dieser Sache."

Klose-Wechsel in schlechter Erinnerung

Werder dagegen will keine Unruhe in der entscheidenden Saisonphase: "Keiner weiß, wie sich so etwas auswirken wird", widersprach Allofs Özil.

Zumal die Umstände des Wechsels von Miroslav Klose von Bremen zu Bayern noch in unguter Erinnerung sind.

Im April 2007 trafen sich die Münchner kurz vor dem UEFA-Cup-Halbfinale gegen Espanyol Barcelona mit Klose zu Gesprächen am Flughafen Hannover, Werder schied wenig später aus.

"So dumm werden die Bayern nicht ein zweites Mal sein! Das gab es einmal, das wird es definitiv nicht wieder geben", meint Allofs nun mit warnendem Unterton in Richtung FCB.

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