vergrößernverkleinern
Ribery konnte am Montag wieder Fußball- schuhe tragen und mit dem Ball trainieren © getty

Die Startelf der Bayern für den Rückrundenauftakt gegen Hoffenheim steht. Für zwei Nationalspieler bleibt nur die Bank.

Von Christian Stüwe und Christian Ortlepp

München - Nach den sonnigen und sehr erfolgreichen Tagen im Trainingslager in Dubai verlief auch die Rückkehr in die Kälte für den FC Bayern positiv.

Denn trotz Dauer-Schneefalls und Minus-Temperaturen bei der ersten Übungseinheit in München trainierte Franck Ribery wieder mit der Mannschaft.

Für einen Einsatz beim Rückrundenauftakt gegen Hoffenheim (Freitag, ab 20 Uhr LIVE) wird es nach der abgeklungenen Zehenentzündung aber trotzdem nicht reichen.

Der Franzose wird maximal auf der Bank Platz nehmen.

Die Stimmung ist auch sonst bestens. Am Freitag soll die vor der Winterpause gestartete Siegesserie und der Angriff auf die Tabellenspitze fortgesetzt werden.

Selbst die Gefahr von Erkältungen angesichts der rund 40 Grad Temperaturunterschied kann Trainer Louis van Gaal nicht schrecken.

"Jeder kann sich gut kleiden, dann ist es kein Problem", sagt der Niederländer. Van Gaal scheint derzeit wenig aus der Ruhe bringen zu können. (HINTERGRUND: Bilanz des Trainingslager)

Die Anfangsschwierigkeiten sind überwunden, das Ziel für van Gaal ist vor dem Rückrundenauftakt gegen Hoffenheim klar definiert: Die Meisterschaft.

Rotierte der Trainer zu Beginn der Saison viel, sowohl bei Personal wie auch bei Taktik, steht die Elf, die am Freitagabend Hoffenheim schlagen will, schon jetzt fest.

"Wer uns im Training aufmerksam beobachtet, weiß, wie die Mannschaft aussieht", sagt van Gaal.

Van Gaals 4-4-2 steht

Der Trainer hat sich auf ein 4-4-2 festgelegt. Im Tor steht Hans-Jörg Butt. In der Innenverteidigung sind Daniel van Buyten und Martin Demichelis gesetzt.

Philipp Lahm verteidigt auf rechts, Holger Badstuber auf links. Im zentralen Mittelfeld sind Kapitän Mark van Bommel und Bastian Schweinsteiger erste Wahl.191384(DIASHOW: Die Bayern in Dubai)

Auf dem rechten Flügel vertraut van Gaal weiter Youngster Thomas Müller, auf links ersetzt Arjen Robben Daniel Pranjic.

Das Sturmduo bilden die zuletzt treffsicheren Mario Gomez und Ivica Olic. Wenig Neues also im Vergleich zum Ende der Hinrunde.

Härtefall Klose

Dabei gibt es natürlich Härtefälle. Vorneweg Miroslav Klose. Der Nationalstürmer muss wieder auf die Bank.

"Er hat herausragend trainiert und rückt näher", sagt van Gaal im Interview mit dem "kicker".

Dennoch reicht es nicht für den 31-Jährigen: "Gomez und Olic habe vor der Pause Tore gemacht. Das zählt immer."

Aber die Stimmung unter den Stürmern scheint trotz der Konkurrenzsituation entspannt.

Hoffnung auf mehr Einsatzzeit

"Die anderen haben eben einen Bonus, weil sie zuletzt gut gespielt und getroffen haben", sagte Klose der "Bild". :

"Ich kann mich nur im Training aufdrängen und versuchen, meine Chance zu nutzen, wenn ich sie kriege."

Tymoshchuk wieder auf die Bank

Ein weiterer Problemfall ist Anatoliy Tymoshchuk. Der Ukrainer kam vor der Saison mit großen Ambitionen, fand sich aber meist auf der Bank wieder.

Daran wird sich auf zum Rückrundenauftakt nichts ändern.

"Wenn er hier unterschreibt, weiß er, dass wir noch ein paar Spieler für diese Position haben", sagt van Gaal: "Tymoshchuk wird an van Bommel und Schweinsteiger gemesssen, bislang auch an Ottl."

Großes Lob für Schweinsteiger

Landsmann van Bommel ist unter van Gaal ohnehin eine feste Größe und für Schweinsteiger hat er ein großes Lob parat:

"Er ist ein Spieler für die Mitte und da der beste deutsche Spieler. Schweinsteiger war in der Vorrunde überragend."

Van Gaal hält an Führungsstil fest

Von seinem autoritären Führungsstil will van Gaal nicht abweichen und auch weiterhin keine Einmischung der Klubbosse in Aufstellungsfragen zulassen.

"Ich schließe keine Kompromisse", erklärte van Gaal: "Ich lasse mich aber mit guten Argumenten jederzeit auch überzeugen. Das habe ich den Vorständen vorher erklärt, damit waren sie einverstanden."

Wer spielt, entscheide nur er allein. "Wenn das der Vorstand entscheidet, dann gehe ich, sofort, morgen", sagte van Gaal. Dies sei allerdings noch nie vorgekommen.

Große Ziele bei Gomez

Die Bayern haben sich gefunden, das Selbstbewusstsein des Rekordmeisters ist wieder da. Das belegen die Aussagen von Mario Gomez.

"Wir wollen Meister werden und Pokalsieger", sagte Gomez der "tz": "Und natürlich ist es auch Ziel des FC Bayern, die Champions League zu gewinnen."

Für den Titel in der Champions League müsse man einen Lauf haben, schränkt Gomez zwar ein, doch dann gibt er noch einen Eindruck des aktuellen Bayern-Gefühls:

"Ich will alle Titel, die nur irgendwie gehen, mitnehmen."

Das hört sich schon wieder ganz nach alten Bayern an.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel